Als Mengele in Hohenau aufflog

Hohenau: Der Engel des Todes, wie Josef Mengele genannt wurde, lebte nach dem zweiten Weltkrieg auf der Flucht. In Hohenau verbrachte er mehr als ein Jahr. Es gefiel ihm wie in seiner Heimat Günzburg.

Es war eine kühle Nacht im Jahr 1962 auf dem Hof des Kolonisten Alban Krug in Hohenau 4, rund 16 km vom Stadtkern entfernt. Man aß zu Abend mit Kerzenlicht und deutscher Musik, abgespielt von einem Grammofon.

Unter den am Tisch platzierten waren neben Mengele, der sich Federico Fritz nannte die Eigentümer des Hauses, die Familie Krug, einige deutsche Freunde wie auch die Familie Jung aus Asunción. Der wichtigste Gast jedoch war der eben erst aus Deutschland angereiste Mann mit Nachname Fritzke.

Der Mann überbrachte Hinweise und Empfehlungen von ehemaligen Nazigrößen und schaffte es so den Aufenthaltsort Mengeles herauszufinden und mit ihm Abend zu essen. „Doch etwas passierte an dem Abend, was Mengele daran zweifeln ließ, dass Fritzke der ist für den er sich ausgibt“, sagte Bonibaldo Junghanns (78), ehemaliger Angestellter und Zeuge des Momentes.

Demnach war Fritzke ein Doppelagent? Ein Spion der die Nazis infiltrierte um Mengele zuschnappen?

Augenscheinlich war dem so. Etwas in ihm weckte die Zweifel derer die Mengele beschützten. Die Krugs brachten ihn weg, er kam nicht mehr zurück.

Bonibaldo Junghanns war 23 Jahre alt, als er Josef Mengele kennenlernte.

„Es war Herr Jung, der Eigentümer des Eisenwarenladens aus Asunción der ihn zu uns brachte. Er präsentierte ihn uns als Federico Fritz, aber einer der Krug Kinder sagte mir, dass es Mengele sei und wir seine Identität geheim halten sollen“, erinnert er sich 55 Jahre danach.

Junghanns, der von 1996 bis 2001 Bürgermeister von Hohenau war, begann 1959 auf dem Hof von Alban Krug als Angestellter. Er half das Haus zu bauen, was heute als Mengele Haus bekannt ist.

Der Journalist Narciso Meza, Korrespondent der Tgaeszeitung Última Hora in den Colonias Unidas war es, der Junghanns davon überzeugte, ein Interview zu führen, um dem geplanten Buch “Mengel in Paraguay“ noch mehr Gehalt zu verschaffen.

Das ehemalige Haus der Krugs in Hohenau ist ein Anziehungspunkt geworden. Die heutigen Eigentümer, deren Name nicht bekannt ist, wollen nicht, dass es fotografiert wird bzw. dass man Interviews im Grundstück filmt. Sicher ist nur, dass nach der Familie Krug die Familie Heisecke neuer Eigentümer war. Angeblich haben diese es aber auch verkauft.

In der Tat waren Nazijäger in der Zone und suchten ihn. Ob nun der Mossad oder andere ist dabei von sekundärer Bedeutung.

„Mit mir sprachen sie in der Stadtverwaltung. Mir wurden 100.000 US-Dollar angeboten, wenn ich ihnen sage wo er sich aufhält und weitere 100.000 US-Dollar wenn ich ihnen Dokumente überreiche, die ihm gehören. Ich sagte ihnen aber, dass ich das niemals machen würde, niemals mich kaufen lasse. Das war die Gelegenheit in der sie ihn in Paraguay schnappen konnten“, erinnert sich Junghanns.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Als Mengele in Hohenau aufflog

  1. Gibt es nicht besseres zu berichten als diesen alten Dreck!
    Die einzigsten die Mengele wirklich suchten war der Juden / der Mossad. Alles anderen war doch mehr schein als sein, Schauspieler!
    Später in Brasilien besuchte ihn so gar sein Sohn.Mit diesen stand er im Briefwechsel.(Onkel Fritz gleich Papa.)
    Wer ihn WIRKLICH haben wollte von der deutschen Justiz, hätte ihn geschenkt bekommen!

  2. Vielen Dank dass das Wochenblatt über diesen alten Dreck berichtet. Damit er nie vergessen werde möge.
    Warum gefiel es dem Herrn Mengele in Paraguay wie in seiner Heimat Günzburg? Wohl weil er dort in nach den Nürnberger Prozessen aufgeknüpft worden wäre, eine Strafe, die für diesen Typen noch viel zu schade gewesen wäre. Also ich wäre gerne sein Henker gewesen, über meine Methoden wäre er sicherlich nicht so glücklich gewesen.
    Etwas fragwürdig ist die Anbietung von 2×100.000 US-Dollar an diesen Herrn Junghanns. Der Mensch Junghanns hat wohl überhaupt kein Rechtsverständnis, vermutlich weil seine Familie nicht zu denjenigen gehörten, die aus ihren Wohnungen gezerrt wurden und in Birkenaus vergast worden sind, sonst würde der Junghanns wohl in den Medien plärren, statt Verbrecher und Mörder zu verstecken.

  3. Nun, lieber Peter Pfisterer, die Unwissenden, da mal etwas gehört haben wollen und heute in Paraguay hocken, sind auch nicht in Birkenau vergast worden, und viele andere auch nicht. Und ob in Birkenau überhaupt jemand vergast wurde, ist bis heute noch recht zweifelhaft. Übrigens wurde bei den Nürnberger Prozessen von etwaigen Vergasungen in verschiedenen KZ´s überhaupt nicht verhandelt, und über Zahlen wurde schon gar nicht geredet, weil man sich erst nach Jahren, als bereits die Bundesrepublik gegründet war, auf die ominöse Zahl von 6 Millonen einigte. Unmittelbar nach Kriegsende redete man sogar noch von 54 Mio. vergaster Juden, eine Wahnsinsszahl, die allerdings erst im Laufe der Zeit langsam stufenweise über 48, 42, 36, 24, 12 dann letztlich auf 6 Mio. verringert wurde, eine Zahl, die dann letztlich wieder mit der Zahl übereinstimmt, von denen schon seit dem vergangenen Jahrhundert ständig die Rede war, es werden Juden in Deutschland verfolgt, und 6 Mio. seien in Lebensgefahr, bereits schon in den Jahr 1880, 1915, in den 20er Jahre und auch in den 30er Jahren, immer wieder wurden diese 6 Mio. von neuem wiederholt, und mit dem Kriegsende wollte man dann alles bisher dagewesene sprengen und begann mit Spekulationen von im Kriege 54 Millionen ermordeter Juden. Nur wurden diese 54 Mio. von niemandem ernstgenommen, man sah darin eben die altbekannte jüdische Maßlosigkeit, aber im Laufe der Zeit und mit den unendlichen Wiederholungen, dazu noch nach den Spekulationen die Rückkehr auf die schon sehr oft benannten und die schon seit mindestens 60 Jahren bekannten 6 Millionen, liessen dann die Bevölkerung dann mit der Zeit dann auch diese Theorie endgültig schlucken. Schliesslich brauchte man bei Nennung von 6 Mio. nunmehr die in ganz Europa einschl. Russland lebenden Juden nur noch 2 mal sterben lassen, und nicht etwa 18 mal, wie bei früheren Versionen.

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