Alternative Maßnahmen

Asuncion: „Es gibt keine vernünftige Politik für die Gewährung strafrechtlich alternativer Maßnahmen“ sagte am Freitag der ehemalige Innenminister Rafael Filizzola.

Er gibt dieses als mögliche Ursache an ,warum so wenig der Personen,die von der Polizei festgenommen werden, wirklich hinter Gitter gebracht werden. Taugenichtse und fünffache Wiederholungstäter erhalten alternative Maßnahmen. Andere Kriminelle, die keine Gefährdung darstellen, befinden sich im Gefängnis. Die Statistiken belegen, dass nur jeder zehnte Festgenommene im Gefängnis landet.

„Das Problem ist, das zu viele Menschen in den Gefängnissen sind , die nicht da hingehören und zu viele Menschen auf der Straße sind, die da rein gehören. Hier fehlt es an der Kontrolle der Justiz.“ fasst der ehemalige Innenminister zusammen.

Von Januar bis Juni führte die Polizei 11.203 Festnahmen oder Verhaftungen durch. 1795 Personen wurden davon in das Gefängnis gebracht. Nach den Daten der Polizei gingen nur 16 % aller Festgenommenen (Personen die mit Haftbefehl gesucht wurden, bei Straftaten erwischte Personen, Angezeigte oder Verdächtige) in das Gefängnis. Andersherum, 84% werden wieder auf freien Fuß gelassen.

Im Jahr 2013 waren es nur 15% der Festgenommenen, die ins Gefängnis kamen.

Einer der Gründe, warum alternative Maßnahmen durch die Richter ausgesprochen werden, ist die große Überbelegung unserer Gefängnisse. Ein zweiter Grund ist, wenn es keine alternativen Maßnahmen geben würde, könnte man die Untersuchungshaft als Druckmittel nutzen.

(Wochenblatt/Ultima Hora)

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5 Kommentare zu “Alternative Maßnahmen

  1. Herr Filizzola!Sie hätten genügend zeit in ihrer amtsperiode gehabt,die gefangenen zum bau neuer gefängnisse
    heranzuziehen!
    warum sie auf diese einfache sache nicht gedacht haben,ist mir unverständlich.
    vielleicht kommt ihr cousin auf diese idee,es im kongress anzustoßen!
    das sollte doch durchführbar sein,denn wenn soviele in tacumbu sinnlos herumlungern
    und hühnerdiebe viele jahre dort einsitzen,gäbe es genügend arbeit für diese häftlinge
    und würden nutzbringendes zuwege bringen.

    mit freundlichen Grüßen
    Penicillin

    1. Kriminelle haben niemals ein wirkliches Interesse daran an dieser Situation etwas zu ändern. Das gilt besonderns in Ländern, wo Banditen das Staatswesen erobert haben. Und das Parteiübergreifend. Mit korrektem Denken und Verhalten kommt man in PY niemals auch nur in die Nähe der Spitze.

  2. Als Nachtrag!-könnte man mit baufortschritt einige gleich dort in gewahrsam belassen.
    ob dies möglich ist überlasse ich ihren überlegungen.

    einen geruhsamen sonntag noch

    nochmals Grüßend
    Penicillin

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