Am Schmuggel beteiligte Polizisten verdienten täglich zwischen 60 und 70 Millionen Guaranies dazu

Puerto Falcon: Ein Netz aus Polizisten, Zollangestellten und Mitgliedern der mobilen Eingreiftruppe bauten sich ein Netzwerk auf bei dem sie an fünf Grenz- und Kontrollpunkten Gelder fürs Wegschauen verlangen, die zusammen 60 bis 70 Millionen Guaranies pro Tag summierten.

Diese „Mafia“ wurde Dank einer 8-monatigen Aufklärungsarbeit der Staatsanwaltschaft und des CIM enttarnt. Insgesamt 40 Personen sind im Visier, Jedoch scheinen auch noch nicht bekannte Gesichter weiter oben involviert zu sein.

Das verteilte Geld um vermeintlichem Schmuggelgut freie Fahrt zu bescheren, wurde an diversen Kontrollpunkten wiedergefunden, nachdem diese durchsucht wurden. Die markierten Scheine waren unter den 500 – 700.000 Guaranies, die in jedem Kontrollpunkt auftauchten.

Eine der verhafteten Polizisten erklärte trotz schwerwiegender Beweise gegen sie, dass sie nichts mit dem Schmuggel zu tun hat und der beauftragte Staatsanwalt Arnaldo Giuzzio nur Werbung für seine Person macht. „Giuzzio lügt auf der ganzen Linie, in meinem Besitz war kein markiertes Geld“, unterstreicht sie.

Das Unrechtsbewusstsein ist unter der Mehrheit der Uniformierten leider recht kläglich ausgeprägt. Das besagte Geld wurde in den Unterkünften der Uniformierten gefunden, der Platz, an dem sie es während der Arbeitszeit versteckt hielten.

„Eine Anklage wegen Beihilfe zum Schmuggel steht kurz bevor. Außerdem haben wir noch das Audio- und Videomaterial, von dem sich keiner freisprechen kann“, betont Giuzzio.

(Wochenblatt / Última Hora)

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