Amnesty International tadelt Paraguay

Nach dem tragische Brand im Gefängnis Tacumbú mit sechs Toten, fünf Häftlingen und ein Wärter sowie einer Vielzahl von Verletzten fordert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International eine Erklärung.

Schon 2013 wurden gravierende Mängel in Tacumbú festgestellt. Amnesty behauptet nun, die “Tragödie ist vorausgesagt worden“ und wäre durch das Fehlen von Maßnahmen der paraguayischen Regierung verursacht. „Das bedauerliche Unglück ist durch die paraguayische Behörden eingetreten“, lautet die Erklärung der Organisation.

Schon 2013 sind gravierende Sicherheitsmängel in Tacumbú festgestellt worden. Ein Bericht klagte über die Unsicherheit und das Risiko von Unfällen in der Haftanstalt. In der Einrichtung gibt es einen Verschleiß der elektrischen Anlagen. Durch einen Kurzschluss kann schnell ein Brand entstehen. Des Weiteren geht aus der Expertise hervor, dass ein fast vollständiges Fehlen von Feuerlöschern und anderen Einrichtungen, wie Alarm- oder Rauchmeldern, schwere Zwischenfälle passieren können und sogar Tote zu beklagen seien. Das ist nun eingetreten.

„Es gab schon einmal eine Tragödie im Panchito López, damals wurden 4.000 Kinder unter unmenschlichen Haftbedingungen gehalten, 2000 und 2001 sind 12 Kinder bei drei Bränden gestorben. Nun ist endlich an der Zeit, dass die paraguayischen Behörden ihre Entschlossenheit zeigen und die Situation endlich ernst nehmen“ erklärte Amnesty International Paraguay. Die Organisation fordert eine gründliche und unparteiische Untersuchung über die Brandursache.

Quelle: La Nación