Angel Barchini wird sich für soziale Wiedereingliederung von Häftlingen einsetzen

Asunción: Der künftige Justizminister Ángel Ramón Barchini erklärte, Straftäter nicht nur Wegsperren zu wollen, sondern die Möglichkeit der Wiedereingliederung der Häftlinge in die Gesellschaft zu gewährleisten, was in Paraguay bisher nicht umgesetzt wurde.

“Wir müssen ihnen eine sichere und reale Möglichkeit zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft, in ihre Familien, in die lokalen und nationalen Gemeinschaften geben, wenn sie ihre Strafe verbüßt haben. Das ist eine sehr wichtige, anstehende, schwierige und heikle Aufgabe. Es gibt eine absolute Abwesenheit des Staates in der Frage der Sicherheit in unseren Gefängnissen, in der Frage der Wiedereingliederung von Bürgern, die ihrer Freiheit beraubt wurden”, sagte er in einem Interview beim Fernsehsender seiner politischen Führers.

Barchini sagte, dass einer der Hauptpunkte seiner zukünftigen Amtsführung der Kampf gegen die Bürokratie in den Gefängnissen sein wird, da diese Situation zu anderen Konflikten wie der Überfüllung der Gefängnisse führt.

“Ich bin vom Präsidenten der Republik angewiesen worden, die Menschenrechte der Inhaftierten uneingeschränkt zu achten. Hier ist das Fehlen von Urteilen ein Defizit, und deshalb wird von außen, vor allem von Menschenrechtsorganisationen, auf uns herabgeschaut. Leider sind von 17.000 Inhaftiert nur etwa 5.000 verurteilt worden”, sagte er.

Korruption

Er kündigte außerdem an, dass er sich dafür einsetzen werde, die immer wieder aufgedeckten und nach wie vor bestehenden Machenschaften zwischen den Gefängnisbehörden und den Häftlingen zu unterbinden.

“Die Strafvollzugsbehörden dürfen keine Komplizen sein, sie dürfen kein Geld annehmen und keine Geschäfte in den Gefängnissen machen, bei denen man sogar zum Atmen aufgefordert wird, das wird nicht weitergehen”, sagte er.

Andererseits betonte er die Notwendigkeit, dass Paraguay bei der Förderung einer nationalen Sicherheitspolitik in Koordination zwischen dem Justizministerium, dem Innenminister, dem Nationalen Sekretariat für Drogenbekämpfung, dem Obersten Gerichtshof, der Staatsanwaltschaft und anderen Institutionen vorankommt.

“Die Situation des Sicherheitssystems für die Bürger hat in den letzten Jahren unter einem Mangel an staatlicher Politik auf nationaler Ebene gelitten, einem Mangel an Sicherheit, den es in dieser Regierung nicht gegeben hat. Wir sind Opfer eines Zustands des Risikos, der Gefahr, eines Klimas der Besorgnis, und das ist ernst. Die Zahl der Verbrechen im Zusammenhang mit dem Drogenhandel, der Geldwäsche und den Mafias, die nach Paraguay gekommen sind, ist heute leider gestiegen”, sagte er.

Barchini argumentierte weiter, dass die Präsenz eines “festen und ehrlichen” Managements in den Strafvollzugsanstalten des Landes wiederhergestellt werden müsse. “Die Anwendung von Gewalt sehen wir als Möglichkeit einer extremen Situation, die entstehen könnte. Ich glaube nicht, dass wir sofort eindringen oder die Anwendung von Gewalt erzwingen müssen, wir müssen Schritt für Schritt die Präsenz des Staates in Bezug auf Sicherheit, Ernährung und Gesundheit dieser überfüllten Menschen wiederherstellen”, sagte er.

Wochenblatt / La Nación

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3 Kommentare zu “Angel Barchini wird sich für soziale Wiedereingliederung von Häftlingen einsetzen

  1. Hahaha, das sind ja Versprechungen, die zu schön sind um wahr zu sein. Aber so sind sie, diese Politiker, die noch nicht im Amt sind. Versprechend das Goldene vom Himmel, es wird das reinste Paradies und nach 5 Jahren, wenn es dieser Typ überhaupt so lange durchhält, gilt: Außer Spesen (und Korruption), nichts gewesen.

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  2. Uh uh, dat versprechens schon seit Jahren. Haben ja auch schon längst umgesetzt. Häftlinge nach Absitzen der Strafe wieder als Polizist, Politiker und/oder Anwalt tätig sind. Alles andere gäbe viel Arbeit und umschulen von beispielsweise hiesig Vollprofi-Prästeinzeitpolizist zum hiesig Vollprofi-Prästeinzeitpolitiker kostet Plata, die dann der Korruption nicht mehr zur Verfügung steht. Haben ja auch Family-Clan und Bedürfnisse wie die anderen auch, die nach der Verhaftung durch hiesig Vollprofi-Prästeinzeitpolizei vom hiesig Vollprofi-Prästeinzeitjustiz gleich wieder frei gelassen werden, weil se auch Family-Clan und Bedürfnisse haben, weil Streichhölzl und Billigpolarbierbücksenpacks halt nun mal auch im Paragau nicht grati sind. Wieder mal eine Nullnummer. Immerhin habens zu den anderen 1532 Ministerien ein weiteres geschaffen, um ein paar Amigos an Bord zu holen. Als was wollens einen Vollprofi-Prästeinzeitpolizisten, -politiker, -anwalt denn nach Absitzen der Strafe wieder eingliedern? Dat könnte etwas wo ausgucken: Machens 14 Tage vor der Entlassung noch den Kurs: “Körbe flechten in 14 Tagen”. Selbstverständlich die obligatorische News inklusive sich gegenseitig auf die Schultern klopp. Die Sache ist halt diese, Körbeflechter:*Innen gibt es mehr als genug. Die können sogar Maurer-Elektriker-Mecanico-Maler-Klempner-Polizist-Politiker-Anwalt-Hausfrau. Alles in einer Person. Nun also Maurer-Elektriker-Mecanico-Maler-Klempner-Polizist-Politiker-Anwalt-Hausfrau-Körbeflechter. Alles in einer Person. Nur bekommst so ein Körbchen Made in China im Luisito für 10 Mi. Also so what. Als Körbeflechter werdens dann keine Stelle finden. Also müssens doch wieder als Maurer-Elektriker-Mecanico-Maler-Klempner-Polizist-Politiker-Anwalt-Hausfrau – alles in einer Person – tätig sein.

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  3. Die ” Wiedereingliederung”, trifft nur zu, bei Leuten mit rotem Buch, bzw. wichtige Leute für die Elite, also Daher und Co. Der kleine, der wegen 3 Pomellos, schon Jahre ohne Verurteilung sitzt, bleibt da wo er ist.

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