Angeordneter nennt gestohlenen Toyota sein Eigentum

Yhovy: Die Polizei stoppte heute im Departement Canindeyú einen Geländewagen mit Kongresskennzeichen. Wie sich später herausstellte wurde der Toyota vor etwas mehr als einem Jahr in Brasilien gestohlen. Ein Abgeordneter nennt ihn sein Eigentum.

Am Steuer des Toyota Fortuner saß der 29-jährige Alexis Rodolfo González Recalde (29), der für Arnaldo Andrés Rojas, den Abgeordneten des Departements Concepción, als Fahrer arbeitet.

Allein dass ein Auto mit Kongresskennzeichen angehalten wird ist eine Sensation, denn bisher war man immer der Meinungen dass ihre Immunität dies nicht erlaube. Angeblich hatten die Polizisten Zweifel an der Legalität des Autos und haben bei der Kontrolle der Fahrgestellnummer festgestellt, dass das Auto 2017 in Mandaguarí, im Bundesstaat Paraná in Brasilien gestohlen wurde.

Staatsanwalt Vicente Rodriguez aus Saltos del Guairá wollte sich nicht in Schwierigkeiten bringen und äußerte die Vermutung dass das Kennzeichen des Abgeordneten eventuell gestohlen wurde. Doch warum sitzt dann dessen Fahrer drin und gibt zu, dass das Fahrzeug seinem Chef gehört? Rodriguez will zuerst einmal alle Nummern überprüfen lassen bevor er den Abgeordneten zu sich zitiert. Anscheinend wird jetzt der Fahrer zum Sündenbock gemacht.

Inspektor Jorge Antúnez, Chef des Reviers N° 15 erklärte, dass ihm der Fahrer nicht wie ein Abgeordneter oder Senator vorkam und er nicht auf das Halt rufen reagierte. Aus diesem Grund stellte er sich auf die Straße und bat ihm um die Papiere. Der Fahrer sagte mir: “Warte mal kurz, dass lösen wir gleich“ und dann rief ich den Generalkommissar Marcial López Palma. In den Moment erklärte mir der Fahrer er fährt ein Dokument zu einer Abgeordneten.

Inspektor Jorge Antúnez erklärte, dass der Fahrer weder Führerschein noch Steuerkarte hatte.

Wochenblatt / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

3 Kommentare zu “Angeordneter nennt gestohlenen Toyota sein Eigentum

  1. Das ist mein Amigo

    Antworten

    Das ist wirklich eine Sensation, konnte die Polizei vorher nicht wissen, dass der Wagen nicht einem netten Abgeordneten gestohlen wurde und man sich davon einen neuen Amigo erhoffte, sondern einem Abgeordneten selbst „gehört“.
    Zwar eine absolute Frechheit, was man sich als Abgeordneter heraus nimmt, Fahrer ohne Führerschein und Habilitation, dazu noch in nem jetzt nachweislich gestohlenem Auto.
    Was lehrt der Abgeordnete daraus? Musst deinen Fahrer gut kleiden, dann hält dich auch kein Polizist an, nur ein Kongresskennzeichen genügt nicht mehr.
    Korrupte Bande von Hohlköpfen, was Arbeiten, Können, Werdegang betrifft, korrupte Bande von Intelligenzbestien, was lügen, betrügen und stehlen betrifft.
    Und das zieht sich wie ein roter Faden quer durchs dieses Land von A bis Z.
    Das Gute an der Sache ist, jedenfalls für den Abgeordneten, da kann er auch nichts dafür, dass der Wagen in Brasilien gestohlen wurde, davon kann er gar nichts wissen, auch nicht die Notare, der Zoll und weitere Amigos. Ja, das ist wirklich da Gute an der Sache, dass solche netten Menschen auch morgen noch Abgeordnete, Notare, Zöllner und Amigos von Beruf sind.
    Nöja, ist ja egal, todo tranqui, Paragauy dreht sich weiter, wird sich wohl alles unter Amigos klären lassen. Bis auf das, dass der arme Abgeordnete wohl einen anderen Wagen ähm klaufen muss.

  2. Was käme wohl als Ergebnis dabei heraus, wenn sämtliche Angestellten und Fahrzeuge der hiesigen Politiker überprüft würden?

  3. Was käme wohl heraus, wenn man alle deutschen Politiker richtig durchleuchten würde? Sicher genau so Gruseliges wie hier!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.