Anonyme Wohltäter im Chaco

Carmelo Peralta: Eine öffentliche Schule profitiert von anonymen Wohltätern, die Klimaanlagen, Stühle und weitere Utensilien spendeten.

Täglich besuchen rund 300 Schüler die Schule Carlos Antonio López in der Stadt Carmelo Peralta im Alto Chaco. Dort, wo oftmals heiße Temperaturen vorherrschen, fehlen Klimaanlagen und die Wartung der elektrischen Anlage.

Der Direktor der Bildungseinrichtung, Rumildo Portillo Penayo, richtete ein Appell an die Viehzüchter in der Region, diese Bedürfnisse zu decken, vor der kleinen Hilfe, die sie seitens des Staates erhalten.

Die Petition hatte eine positive und schnelle Antwort zur Folge. Die Hilfe kam in der Schule an und wurde von den Lehrern und Schülern sehr geschätzt. Die Spende besteht aus neun Klimaanlagen, 100 Stühlen und weiteren Gegenständen.

Die Wohltäter beschlossen, ihre Namen anonym zu halten.

Der Direktor erklärte, dass er erst unmittelbar nach Schulbeginn die Bedürfnisse erfuhr, die das Lernen der Schüler beeinträchtigen. In einigen Klassen gab es sogar Kinder, die den Stuhl zu zweit teilen mussten, weil zu wenige vorhanden waren.

Penayo nahm zuerst Kontakt mit der Bürgermeisterin aus Carmelo Peralta, Mirna Orrego, auf, die, obwohl sie ihre Unterstützung zugesagt hatte, nicht angegeben konnte, wie lange es dauern würde, um eine Antwort zu bekommen. Angesichts der Dringlichkeit entschied sich Penayo, die Landwirte in der Region um Unterstützung zu bitten.

Das Gesetz des Nationalen Fonds für öffentliche Investitionen und Entwicklung (Fonacide) wurde geschaffen, um die aus der Zahlung des Energietransfers nach Brasilien stammenden Ressourcen auf rationelle Weise bereitzustellen.

Ein Teil der Mittel wird an die Departements- und Gemeindeverwaltungen überwiesen. 50% der Ressourcen, die sie erhalten, sollten für Infrastrukturprojekte, Umbau, Ausrüstung und Wartung von Bildungszentren bereitgestellt werden.

Während 30% für die Schulmahlzeiten von Schülern der Grundstufe zugewiesen sind.

In diesem Sinne erhielt die Regierung von Alto Paraguay 2018 Gelder aus dem Fonacide Fond in Höhe von 3.252 Millionen Guaranies und die Stadtverwaltung Carmelo Peralta 962 Millionen Gs.

Wochenblatt / Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Anonyme Wohltäter im Chaco

  1. Also eins muss ich den Paraguayos lassen. Wenn es um Spenden für Kinder, Jugendliche und Kranke geht, dann nehmen sie daran teil etwas zu spenden, vor allem dann, wenn die Gelder der Fonds ankommen, nur nicht da, wo sie sollten.
    Obwohl, mit den erhaltenen Geldern aus Fonds von 3.252 Millionen und 962 Millionen sicherlich zwei Mülleimer aus alten PET-Flaschen geschnitten aufgestellt wurden.

  2. „Der Direktor erklärte, dass er erst unmittelbar nach Schulbeginn die Bedürfnisse erfuhr, die das Lernen der Schüler beeinträchtigen. In einigen Klassen gab es sogar Kinder, die den Stuhl zu zweit teilen mussten, weil zu wenige vorhanden waren.“
    Was hat denn der Direktor das ganze vorhergegange Schuljahr gemacht?
    War er nicht in der Schule, dass er erst jetz von den Bedürfnissen erfahren hat?
    Zu Hause geschlafen?
    Hat er das neue Schuljahr nicht vorbereitet?
    Solche Leute gehören fristlos entlassen, weil sie nicht die Arbeit machen, wofür sie bezahlt werden..

  3. Da werden sich die Lehrer und der Direktor freuen, daß sie nun für ihre Privathäuser eine neue Klimaanlage bekommen haben.
    Auch die neuen Stühle werden bald „verschwunden“ sein, zu Geld gemacht, dieses verteilt.
    Ich würde mir wünschen, daß ich falsch liege, glaube es aber nicht.
    Die Spender sollten schauen, ob ihre Wohltaten wirklich bei den Kindern ankommen.

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