Anwohner fühlen sich durch Polizeikontrollen “schikaniert“

Encarnación: Bewohner aus dem Stadtviertel Chaipe beschweren sich über Schikanen bei Polizeikontrollen. Immer in Spitzenzeiten würden diese durchgeführt und seien nur durch “Schmiergeldzahlungen“ zu umgehen.

Vorgestern trafen sich nun die Anwohner aus Chaipe in Encarnación mit dem Leiter der Nationalpolizei, Kommissar Ruben Barrios Bagnoli, von Itapúa.

Grund für die Beschwerden der Betroffenen war das Kommissariat 114. Albino Ortiz ist der Leiter von dem Revier, Héctor Cabañas sein Stellvertreter.

„Wir sind bescheidene und fleißige Menschen, Bewohner einer blühenden Nachbarschaft. Am Morgen verlassen viele die Häuser um in die Arbeit zu fahren und abends wieder zurückzukehren. Immer zu diesen Spitzenzeiten erfolgen Kontrollen der Nationalpolizei. Speziell Motorradfahrer haben nicht alle Dokumente parat. Sie sind gezwungen hohe Schmiergelder zu bezahlen, sonst werden ihnen die Zweiräder weggenommen. Sogar wenn man nur zum Tanken fährt wurden Kraftfahrer abgefangen und kontrolliert. Das alles grenzt an Schikane“, lautete die schriftliche Beschwerde der etwa 100 Bewohner, die sich zusammengeschlossen haben.

Bagnoli versprach der Sache auf dem Grund zu gehen. Er wird seine Untergebenen zu den Vorwürfen befragen.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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4 Kommentare zu “Anwohner fühlen sich durch Polizeikontrollen “schikaniert“

  1. Das ist paraguayische Logik! Das ist keine Verallgemeinerung, sondern täglich zu beobachten. Jeder Fahrzeughalter weiß doch genau, welche gültigen Papiere er mit sich führen muß. Daß Motorradfahrer samt Sozius einen Helm zu tragen haben und daß nicht mehr als zwei Personen auf dem Moto sitzen dürfen. Wenn sie nun aber kontrolliert werden beschweren sie sich über Schikanen der Polizei. Über eine solche Doppelmoral und naiv-egoistische Logik kann man sich nur noch wundern. Um endlich zu klarem Verstand zu kommen, sollten solche widerspenstigen Fahrzeughalter noch viel härter bestraft werden.

    1. Was macht ein Paraguayer, der nur ein Moto hat und einen Kleiderschrank transportieren muss? Ja, genau, aber Omi muss mithelfen, sonst fällt der Schrank noch auf die Straße, denn nebst Facebock und Therere-Krug ist einfach keine Hand frei, um den Schrank zu halten.

  2. Ja, das ist halt Paraguay. Da beschwert man sich, dass man kontrolliert wird und man seine Dokumente nicht dabei hat.
    Nächstens beschweren sich die Banditen, weil sie nicht ausreichend Beute geholt haben, die Mörder, dass die Opfer zu schnell gestorben sind….. – oder sie beschweren sich gar, dass die Wahlen hier nicht ordnungsgemäß waren, und dass, obwohl sie doch das Dankschön-Geld genommen haben….

  3. Am besten finde ich ja diejenigen – die wahrscheinlich am lautesten schreien – die ihre Zubehör-Anhängerkupplung über das Nummernschild montieren, so dass man gerade noch erkennen kann, das darunter ein Nummernschild montiert ist.
    Aber die Polizeikontrollen haben etwas gebracht, finde ich. Noch vor ein paar Jahren waren gar viele AUTOS ohne Licht unterwegs (nachts). Auch ohne Nummernschilder. Es sind zwar noch viele Motos ohne Licht unterwegs, aber bei den Autos hat es doch stark gebessert.

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