Anwohner wehren sich gegen einen neuen Friedhof

Asunción: Anwohner aus dem Viertel Kennedy von Capiatá wehren sich gegen den Bau eines Friedhofs auf einem Grundstück inmitten der Häuser. Die Betroffenen organisierten eine Demonstration und fordern Erklärungen von den städtischen Behörden. Alicia Armoa, eine betroffene Nachbarin, berichtete über den Fall.

„Wir treffen uns hier unter Nachbarn, speziell von uns Betroffenen, die die Anlage des Friedhofs hier nicht wollen. Wir haben keine genauen Informationen darüber, was hier passiert oder was auf dem Gelände des städtischen Friedhofs Parque del Sur de Capiatá getan werden soll”, sagte Armoa.

Es ist nicht angegeben, ob dieses Gebiet zum Kennedy-Viertel von Capiatá gehört, da es sich um eine neue Siedlung handelt. Das Kopfsteinpflaster wurde laut Anwohnern erst vor kurzem verlegt. Die besagte Zone befindet sich am Eingang von Kilometer 20 der Route PY01, etwa 5 km von der Fernstraße entfernt.

Die Bautafel weist darauf hin, dass es sich um ein Projekt für einen städtischen Friedhof namens Parque del Sur handelt. Auftraggeber für den Bau ist das Konsortium Mburukuyá, für die Ausführung ist Bramante S.A. zuständig.

„Wir, wenn etwas Schönes gemacht werden soll, sind wir nicht dagegen, aber zum Beispiel habe ich mein Haus komplett an das Grundstück angebaut und möchte nicht einen Friedhof direkt daneben haben. Ich hoffe, dass es eine Straße zwischen meinem Haus und dem Friedhof gibt. Es ist keine Angst vor den Toten, wie manche sagen, aber es gehen alle möglichen Menschen auf einen Friedhof und das kann zu einer Unsicherheit in der Nachbarschaft führen”, erklärte Armoa abschließend.

Wochenblatt / La Nación

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5 Kommentare zu “Anwohner wehren sich gegen einen neuen Friedhof

  1. Einen hässlichen Friedhof würde ich auch nicht direkt neben mir haben wollen, und ich kann auch die Begründung über die Sorge verstehen, dass man dann auch mal direkt Besucher am Haus hat, die man nicht haben will. Was ich aber nicht verstehe ist, weshalb manche ihre Häuser wirklich direkt an ihre Grundstücksgrenzen bauen. Das eigene Haus zeitgleich als Mauer zu haben stelle ich mir nicht gerade praktisch vor, vor allem, wenn die Nachbarn auf dieselbe Idee kommen.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Bei den paraguayischen Katholen ist der Friedhof oeberirdisch. Gerueche und Muffel 24/7/365 nicht ausgeschlossen. Dann nach ein paar Jaehrchen bersten die Haeusle, die Verplombung des Sarges bricht und der Zement broekelt. Hunde streunen und holen sich die Knochen raus und so endet wohl ab und an ein Totenschaedel auf deinem Grundstueck woran Waui knabbert.
    Friedwald ist keine Idee denn eben bei den Katholen sind die Knochen und Nischen oberirdisch eingemauert. Eine kleine Ueberschwemmung und du hast die Totenreste als Jauche vor deiner Haustuer.
    Bekannterweise sollte man keinen Brunnen oder Zisterne nahe an einem Friedhof haben. Bei Hochwassen kann durchaus die Jauche der Verwesung ins eigene Trinkwasser gelangen. Auch der Zement der Zisterne ist poroes und saugt eben Totenwasser auf. Vor allem Brunnenwasser wuerde ich nie trinken wenn ich nahe am Friedhof wohnte. Du weisst nie was da alles in den Wasserspiegel gelangt das nur durch den Sand gefiltert wird.
    Sollte das Aasswasser etwas riechen in einem nassen regnerischen Jahr so wissen sie dass die Geister der Toten in ihr Trinkwasser gelangt sind.

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