Argentinien reißt Paraguay in den Abgrund

Laut den Aufzeichnungen des Finanzministeriums bezahlte Argentinien letztes Jahr nur ca. 7 Millionen US-Dollar für Energielieferungen, aus dem Jahr 2013. Bis dato sind schätzungsweise 120 Millionen US $ an Gesamtschulden aufgelaufen, die durch das Wasserkraftwerk Yacyretá bereit gestellt wurden.

In diesem Jahr hat die argentinische Regierung noch keinen einzigen Dollar für die produzierte paraguayische Stromenergie aus Yacyretá überwiesen.

Aktuell gibt es Restschulden aus dem Jahr 2013 in Höhe von 50 Millionen USD und weitere US $ 70 Millionen aus dem Jahr 2014. Das Nachbarland begann vergangenes Jahr 7 Millionen US Dollar zu bezahlen, um die Auswirkungen gering zu halten und gleichzeitig neue Verhandlungen mit Paraguay über Vertragsänderungen herbeizuführen.

Hugo Lesme, Ingenieur und Mitglied der Vereinigung paraguayischer Ingenieure für den Bereich Elektrizität (Aisep) sagte, Argentinien “verwende und missbrauche Strom den das paraguayische Kraftwerk Yacyretá geliefert hat und habe Schulden aus den Jahren 2013, 2014 und 2015“.

Er fügte hinzu, dass das Nachbarland “Ressourcen und Einkommen, die rechtlich dem paraguayischen Volk gehören usurpiert“, diejenigen, die etwas anderes sagen, verschleierten die Tatsachen.

Wir haben eine “Nichterfüllung des bestehenden Vertrages“, paraguayische Unterhändler zielen darauf ab, dies zu “legalisieren“, alle Paraguayer müssen dann aber auch zukünftig die Raten zahlen, sagte Lesme.

Er lamentierte weiter, dass die ANDE und weitere paraguayische Staatsvertreter als 50% iger Gesellschafter an Yacyretá nicht “den Mut aufbrächten Zinsforderungen auszusprechen und Argentinien subventionieren“.

Lesme besteht darauf, 94% der aufgelaufenen Schulden sind rechtlich dem Unternehmen Ebisa in Argentinien anzurechnen, 6% liegen in dem Verantwortungsbereich der ANDE.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Argentinien reißt Paraguay in den Abgrund

  1. Seltsam, erst liest man von sinnlosen Krediten, danach von nicht bezahlten Stromrechnungen in schwindelnder Höhe???
    Vielleicht einfach mal keinen Stom mehr liefern, bis alle alten Rechnungen bezahlt sind? Wo ist das Problem?

    1. Das Problem ist folgendes. Ein Kraftwerk produziert Strom und *BRAUCHT ABNEHMER* dafür.
      Man kann den Strom nicht einfach in der Leitung lassen und man kann ihn auch nicht einfach in die Luft ausblasen.

      Grundsätzlich würde auch Uruguay den Strom kaufen wollen – und sogar deutlich mehr als Argentinien bezahlen. Jedoch hat Paraguay keine Grenze mit Uruguay und müßte den Strom über 30km Argentinien leiten. Paraguay würde Argentinien sogar dafür bezahlen, aber Argentinien verweigert die Stromdurchleitung schlicht und einfach.

      Dazu kommt noch deren kindliche Drohung mit einem eigenen AKW in der Nähe von Asuncion, sollte Paraguay wirklich auf Bezahlung der *lächerlich geringen KwH/Preise* drängen.

      Im großen und ganzen ist Argentinien in dieser und anderen Sachen vom Verhalten her wie ein Schurkenstaat, der zwischenstaatliche Abkommen ignoriert, Verträge bricht und sich auf das Recht des Stärkeren beruft. Paraguay hat ja keine Armee, um etwas einfordern zu können.

      Dieses Verahlten ist für linksgerichtete Diktaturen wie Venezuela, Argentinien, Kambodscha, Kuba, Norkorea usw. durchaus üblich. Diese „Genossen“ schauen immer nur auf ihren eigenen Vorteil und wie sie sich selber, ganz persönlich maximal bereichern können.

      Leider haben diese Socken auch die gemeinsame Eigenschaft sich nicht friedlich von der Macht verabschieden zu wollen, was ja eigentlich der ganze Sinn und Zweck einer Demokratie wäre – der friedliche Machtwechsel. In Venezuela und Argentinien steht das in den nächsten 8.6 Jahren sicher an, aber „friedlich“ wirds wohl eher nicht werden.

  2. Naja, in erster Linien reißt da wohl jemand anderes Paraguay in den Abgrund ;-(

    Vielleicht wäre es in dem Falle aber eine gute Idee, mal zum Montagmorgen den großen Schalter umzulegen. Wenn auf einmal ein großer Teil von Argentinien ohne Strom ist und nicht produziert werden kann deshalb, ist die gute Dame vielleicht zu sofortigen Gesprächen bereit, inkl. einer Vorabzahlung.

  3. welche Polemik !!…..Populismus pur !!……..Hier wird ganz vergessen das Paraguay noch 17 Milliarden US-Dollar Schulden an Argentinien hat und sich seit mehr als 10 Jahren weigert, zumindest die Zinsen zurückzuzahlen. Aus pyischer Sicht müssten die Zinsen neu verhandelt werden und solange werden von ihrer Seite keine Zahlungen geleistet. Sämtliche Treffen hierzu werden allerdings von PY nicht wahrgenommen. Rechtlich gesehen sind das natürlich 2 verschiedene Verträge und Argentinien wäre verpflichtet ihre Stromverbindlichkeiten zu begleichen. Würde Argentinien morgen auf die Rückzahlung bestehen, Paraguay wäre von heut auf morgen bankrott und eines der schuldenreichsten Länder der Welt. Übrigens, Paraguay hat diese Verbindlichkeiten aus ihrem Staatshaushalt gestrichen. Diese laufen jetzt ausschliesslich auf Yacyreta und erscheinen somait auch ausschliesslich nur noch dort in den Bilanzen. Also macht mal halblang mit euren Forderungen und ehrt eher die Gauchos für ihre Zurückhaltung. Alleine die Zinszahlungen belaufen sich mittlerweile auf mehr als 9 Milliarden Dollar, also fast 30 % des pyichen BIP.

    1. Komisch, auf Wikipedia liest man was anderes:

      „Der produzierte Strom von jährlich 18 bis 20 Mio. MWh (Itaipú: max. 95 Mio. MWh) geht vollständig nach Argentinien. Da Argentinien das Projekt vorfinanziert hat, zahlt Paraguay auf diese Weise seinen 50%igen Anteil an dem Projekt ab.“

      Wer hat Recht?

  4. Oh, wusste ich nicht – dann sieht es natürlich schlecht aus.
    Ausserdem verdienen – besser bekommen – ja einige Herrschaften hier viel Geld, die im Wasserkraftwerk „arbeiten“. Wen interessiert denn da noch, ob Argentinien zahlt. Die Millionen rollen aus Paraguay und das ist das einzige, was zählt.

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