Artilleriefeuer über Asunción

Asunción: Heute vor 150 Jahren wurde Asunción von drei brasilianischen Schiffen aus bombardiert. Die Stadt war evakuiert, die Einwohner größtenteils geflohen. Nur eine große Kanone sollte es richten.

Nur wenige Tage nachdem die Schiffe “Bahía”, “Barroso” und “Río Grande” die Humaitá passierten waren sie schon in Asunción. Die Stadt, die seit zwei Tagen menschenleer war, wurde von den Brasilianern beansprucht. Der Lopez Palast wurde ins Visier genommen.

Laut der Aufzeichnungen des US-amerikanischen Konsuls Washburn, spürte man am Morgen des 24. Februar, dass die Kanonen näher kamen. Das einzige Fort, was uns Schutz bieten könnte war nur 200 Yard entfernt. Darin war man sehr aktiv, ohne Zweifel kam etwas Großes. Ausgerüstet waren die Paraguayer mit einer 150er Kanone, die so schlecht installiert war, dass man sie nicht bewegen konnte sowie einigen kleinen Geschossen, die impotent gegen die Feinde wirkten. Auch der Platz wo die Kanone stand half nicht dabei die Schiffe zu beschädigen, während diese ihre Kugeln über die ganze Stadt verteilten.

Der Lopez Palast, damals noch nicht fertiggestellt, wurde durch die Geschosse schwer beschädigt. Nach zwei Stunden vollen Artilleriefeuers zogen die Schiffe wieder nach Süden. Die 150-er Kanone, der einzige Schutz vor den Brasilianern, steht noch heute nahe dem Kongress. Im Februar 1868 schlug sie zwei brasilianische Schiffe in die Flucht. Später wurde sie von den Argentiniern konfisziert und 1954 wieder an Paraguay zurückgegeben. Sie wurde in Ybycuí gefertigt und in Asunción adaptiert.

Wochenblatt / Abc Color

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