Asunción: Das Viertel San Jeronimo

Der erste paraguayische Präsident José Gaspar Rodríguez de Francia (1766-1840) entdeckte einen Komplott gegen seine Person. Daraufhin ließ er fast 200 führende Mitglieder der Gesellschaft exekutieren, die damalige Stadt Asunción niederreißen und einem schachbrettartigen Muter folgend wieder aufbauen, er versprach sich davon bessere Kontrolle durch die Staatsgewalt (damals gab es noch kein Internet).
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Das Viertel San Jerónimo ist mit seinen 12.860 Einwohnern auf ca. 1,7 km² vielleicht der einzig ursprünglich erhaltene Teil von Asunción. Gleich hinter dem Mikrozentrum am Hafen und der Marine vorbei weist ein kleines Schild auf der Avenida República, der Verlängerung von Mariscal López, auf „Die Treppe“ hin, alternativ kann man das kleine Viertel auch von oben über die Straße Estrella erreichen. Die Gebäude sind direkt auf Fels auf einem der ungefähr sieben Hügel Asuncións errichtet und blieben so vor den Infrastrukturmaßnahmen von Rodríguez de Francia verschont.

Die Treppe ist der touristische Magnet von San Jerónimo und wurde vor zwei Wochen von Künstlern mit Mosaikfliesen neu gestaltet. Auf halber Höhe befindet sich die Bar „La casa del Mojito“ mit einer schönen Aussichtsterrasse und oben angekommen weisem einen freundliche Nachbarskinder den Weg zum Mirador (Aussichtsturm). Der Mirador ist eine weitere Bar mit einer weit größeren Terrasse mit spektakulärer Aussicht über den Fluss und auf das Zentrum sowie einer zweiten kleineren Terrasse, die aber momentan wegen Baufälligkeit gesperrt ist.

Die ersten Siedler gehörten zu dem katholischen Orden San Jerónimo und sollen mit der ersten Expedition von Pedro de Mendoza 1536 nach Südamerika gelangt sein, es handelt sich möglicherweise auch um die erste feste Ansiedlung von Auswanderern in Asunción. Der Stadtteil trägt heute offiziell den Namen Doctor Francia.

Die Stadtverwaltung hat sogar eine kleine Touristeninformation eingerichtet, die Auskünfte sind gratis, die Toilettenbenutzung kostet 2.000 Guaranies. Nur wenige Meter entfernt findet sich der Parque de la Solidaridad, mit reichlich Parkplätzen und viel Beton. Gleich daneben liegt ein kleiner Strand, der bei Anglern sehr beliebt ist, da die nährstoffreichen Abwässer viele Fische anlocken.

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