Auf einmal erkennt man den Wert einer Arbeitslosenversicherung

Asunción: In einem Südamerika, wo neben Paraguay nur Bolivien keine staatliche Arbeitslosenversicherung anbietet, ist es für viele Menschen schwer über die Runden zu kommen. Die Arbeitsministerin sieht den Moment als nicht günstig an.

Natürlich hätte schon unter Stroessner eine Sozialversicherung eingeführt werden müssen, die insbesondere den informellen Sektor zwingt für Zahlungen bei Arbeitslosigkeit sich vorher zu registrieren und eine Mindestanzahl an Monaten Abgaben zu tätigen. Doch dazu kam es nicht und nun, wo sie dringend gebraucht wird, weil Hilfszahlungen des Staates, wenn sie ankommen nur mit einem Tropfen auf dem heißen Stein vergleichbar sind, steht man vor einem Rätsel ohne Lösung. Zudem will kein Politiker der großen Parteien das Thema anfassen, da in der Debatte ans Licht käme, dass es die Arbeitnehmer Geld kosten wird, was natürlich keiner will. Itaipú und Yacyretá sollten dabei außen vor bleiben.

Die Arbeitsministerin Carla Bacigalupo erklärte kürzlich, dass in den Zeiten nach der Pandemia keiner von zusätzlichen kosten sprechen will. Der Staat will eine Kasse schaffen, die Arbeiter bei Arbeitslosigkeit überbrückt. Doch bei der Anfangseinlage von 65 Millionen US-Dollar kann man sich vorstellen, dass diese weder lange reicht, noch in einem Maß gezahlt wird dass man damit über die Runden kommt. Was es braucht ist eine vollkommene Versicherung, die einen festen Prozentsatz des letzten Lohns über wenigstens 12 Monate auszahlen kann, ohne politische Einflussnahme oder Empfänger, die nie arbeiteten.

Wochenblatt / El Independiente

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3 Kommentare zu “Auf einmal erkennt man den Wert einer Arbeitslosenversicherung

  1. Saminathasarma Kanesharajakkurukkal

    Arbeitslosenversicherung bringt hierzulande nichts. Eine Arbeitsversicherung wäre logischer. Nicht umsonst geht man hierzulande sich unter der Woche vom Saufen erholen (diejenigen die nicht lieber Mo bis Fr in der Hängematte liegen bleiben).

  2. Bei einem Schattenwirtschaftsanteil von ca. 40 % ist auch die beste Arbeitslosenversicherung so unnütz wie ein Kropf. Außerdem kann in diesem korrupten System schon von vornherein daraus ausgegangen werden, daß mit Hilfe einer neu zu gründenden Arbeitslosenversicherungseinrichtung wieder einmal mehr Parteigenossen und sonstige unnütze Amigos untergebracht werden, so wie das ja bei den beiden Wasserkraftwerken schon immer der Fall war und ist. Auf jeden Fall, wird von den zu zahlenden Arbeitslosenversicherungsbeiträgen vermutlich der größte Anteil in Personalkosten fließen. Beispiele dazu sind die IPS die im Grunde pleite ist oder die ANDE. Um das Thema „Arbeitslosenversicherung“ in einem Satz zu qualifizieren: Das soll ein weiterer Golddukaten-Esel für Politiker samt ihren Amigos werden. Für die zahlenden Bürger wird nicht viel dabei heraus springen.

  3. Eine Arbeitslosenversicherung ist weltweit unnuetz wie ein Kropf und dient nur der privaten Bereicherung der organisierenden Amigos. Eine Einkommenslosigkeit tritt immer dann ein, wenn die Marionettenspieler diese planen und anordnen und die ordnen dann eben auch den Zusammenbruch des Sozialsystems an . Jede Krise ist auch sofort beendet, wenn einige Marionetten Spieler oder auch nur deren Marionetten ausgeschaltet werden. Dafür sind die Völker nur leider meistens zu dumm.

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