Ausbeutung von Arbeitern in Paraguay

Asunción: Trotz guter Zahlen auf dem Arbeitsmarkt in Paraguay gibt es eine Schattenwirtschaft. Arbeitnehmer werden mit Dumpinglöhnen ausgebeutet.
Das Ministerium für Arbeit hat vor allem einen Sektor im Visier: Private Sicherheitsfirmen.

Der Arbeitsminister Guillermo Sosa sagte, dass der Kampf gegen die Informalität höchste Priorität habe. „Informalität bedeutet, dass der Angestellte schwarz arbeitet. Es wird weniger als der Mindestlohn bezahlt. Die tägliche Arbeitszeit beträgt mehr als acht Stunden. Nachtarbeit wird nicht besser vergütet und Überstunden ebenfalls nicht ausbezahlt. Das größte Problem ist jedoch, dass keine Beiträge an das soziale Amt für Fürsorge (IPS) abgeführt werden“, erklärte der Minister.

Er argumentierte zwar, die Informalität sei in den letzten Jahren stark zurückgegangen, jedoch bleibe noch viel zu tun. „Unternehmen in der Sicherheitsbranche führen das Ranking bei den Unregelmäßigkeiten an. Es gilt drei Fronten zu bekämpfen. Der Arbeitnehmer muss seine Rechte kennen. Das Strafmaß muss erhöht werden. Über 25 Sicherheitsunternehmen zahlten Geldstrafen zwischen 200 und 300 Millionen Guaranies. Sie müssten um 1.400% erhöht werden und eine Arbeitspolizei eingeführt werden. Der dritte Aspekt ist, dass die Informalität nicht billiger und einfacher ist. Die formelle Prozedere muss einfacher und wirtschaftlicher werden“, betonte Sosa.

Von 50.000 Wachleuten sind nur 15.000 formalisiert. „Viele Unternehmen zahlen schlecht. Die Angestellten haben und erhalten keine Ausbildung“, sagte der Arbeitsminister.

Sosa fügte an, betroffene Arbeitnehmer sollen keine Angst haben und Unregelmäßigkeiten melden. Das gehe anonym über die Webseite vom Arbeitsministerium oder runter den Telefonnummern 021-490881, 021-490915, 021-490930, 021-490889 oder 0800-117300.

Wochenblatt / Hoy

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