EPP: Ein Informant packt aus

Río Verde: Die selbsternannte paraguayische Volksarmee hält aktuell einen Polizist, einen Viehzüchter und drei Mennoniten gefangen in einer Zone die praktisch ihnen gehört. Sie demonstrieren ihre Macht.

Der 50 km Umkreis, in dem die gemeinsamen Einsatzkräfte (FTC) keinen Einfluss geltend machen ist der Einflussbereich, in dem nicht nur die Angst die Bewohner wach hält sondern auch die Ungewissheit wer der nächste ist.

Ein Informant der FTC berichtete, „dass die Mitglieder der EPP, die früher in Ansiedlungen von Campesinos lebten, diese verließen um tatsächlich nur noch in den Wäldern zu leben. Einzig die Indigenen sind ihre Alarmglocken, die vor Eindringlingen schützen sollen“.

Die kriminelle Vereinigung wird derzeitig von Osvaldo Villalba, Manuel Cristaldo Mieres, Magna Meza und Liliana Villalba angeführt. Außerdem gibt es eine Supportzelle, die Armee von Mariscal López (EML), die von Alejandro Ramos geleitet wird. Alle fünf Entführungen kamen in einem Radius von nur 35 km zustande, ein Gebiet in dem die EPP bestimmt und nicht die Regierung aus Asuncion.

Anscheinend leben nur noch die EPP Mitglieder in den kleinen Dörfern, die als logistische Unterstützung gelten und die echten Entführer mit allem Lebensnotwendigen versorgen.

Da die gemeinsamen Einsatzkräfte nur mit Technik gegen die EPP vorgehen und nicht mit Undercover Agenten kann man derzeit nicht sagen, wer die logistischen Unterstützer sind und demnach ihnen auch nicht folgen, um an die Führer heranzukommen. Um diesen Sachverhalt zu rektifizieren wurde als neuer Polizeidirektor in San Pedro, Generalkommissar Enrique Isasi ernannt, während Kommissar Francisco Resquín der neue Chef der gemeinsamen Einsatzkräfte für die Seite der Polizei wurde.

Die Entführung von fünf Menschen ohne weitere Lösegeldforderungen ist eine Machtdemonstration.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “EPP: Ein Informant packt aus

  1. „Ein Informant packt aus“ – da denkt man doch gleich, endlich mal Substanzielles zu erfahren. Dem war aber nicht so. Es bleibt weiterhin ein Armutszeugnis für den Staat, daß dieser nicht einmal mit einer Handvoll von Verbrechern fertig werden kann. (oder will, wie viele vermuten) Außenstehende haben dazu eine klare Meinung: Entweder die Politiker sind total unfähig, oder aber sie stecken mit der Bande unter einer Decke. So jedenfalls alle Kommentare von Ausländern die sich mit diesem Thema außerhalbs von Paraguay befassen. Wenn dem nicht so sein sollte, dann wäre allein schon des Images wegen dringend notwendig, daß der Staat endlich durchgreift, seine Bürger schützt und Erfolge vorweisen kann.

  2. @Manni: der Staat will nicht durchgreifen!
    Das ist der Meinung viele PY Journalisten + Einheimischen. Mit eine Drohne + Sim Karte Zellen auswertung würde es gleich erfolge bringen, wenn man es wollte.

  3. Ich muss persönlich sagen, dass in Paraguay viele merkwürdige Sachen passieren, die man zu einem gewissen Grad noch irgendwie aushält, da es vielen Leuten auf den Zeiger geht. Man begründet es oft mit der paraguayischen „Kultur“.
    Aber das Treiben mit der EPP, das ist einfach unfassbar, da fehlen mir die Worte.
    Es wird ein Krieg gegen eine harmlose Gemeinschaft gemacht, die so viel für Paraguay gemacht hat. Ohne die Mennoniten müsste Paraguay wahrscheinlich noch heute Milchprodukte aus Argentinien importieren und der Export wär keinesfalls auf dem heutigen Niveau. Gut, natürlich sind die Insektizide ein Problem, aber ich bin sicher mit runden Tischen würde sicher eine Lösung gefunden werden. Aber man sucht ja nicht den Dialog, man ist an Umweltbelangen nicht interessiert, nur an lukative Ländereien.
    Diese Methode mit Entführungen ist nichts anderes als Krieg gegen das mennonitische Volk, das ist pure Bosheit und Skrupel einiger Mafiosi mit Geld und Macht.
    Man wünscht sich hier ein Schlag von harten Kerlen, so wie Rambo oder die Expendables im 80er Jahre-Action-Stil, die mit schweren Waffen diese EPP eiskalt vollstreckt und als Höhepunkt die Drahtzieher dieser ganzen Aktion ins Jenseits befördert.
    Nix mit Gerichtsprozessen, das funktioniert nicht in diesem Land, die lachen sich doch krumm.

    1. Ja, der Frust über so vielen was in diesem Land geschieht wächst und wächst. Nur Dank der hiesigen Kultur, alles mehr oder weniger lethargisch hinzunehmen läßt Dinge zu, die normalerweise unerträglich für Menschen und deren gesundem Gerechtigkeitsempfinden sind. Man muß hier irgendwie abstumpfen oder mindestens hart werden um zu überleben, sich in eine Art Scheinwelt zurück ziehen und sich jeden Tag einreden „alles ist gut, alles ist wunderbar, alles ist optimal, es könnte nicht schöner sein“. Weil das aber nicht Jedermann´s Sache ist, gehen so viele Zugewanderte wieder zurück in ihre alte Heimat, auch wenn sie dort dank der Merkelschen Islamisierung und Entnationalisierung nichts Gutes erwartet. Ein paar wenige halten hier dennoch durch in Abwägung der Vor- und Nachteile einer Rückwanderung und wehren sich gegen vieles was offenkundig Unrecht ist. Dafür werden sie jedoch nicht geliebt, eher gehaßt. Verrückte Welt.

  4. „Sie demonstrieren ihre Macht“- ja das tun sie und das ist einfach nur armselig und lächerlich angesicht dieser überschaubaren Gruppe, die eigentlich durch moderne Mittel schnell zur Strecke gebracht werden könnte!
    Mir kommt automatisch eine Assoziation zur Antifa in „Täuschland“, die ähnliche Unterstützung vom Staat zu erhalten scheint. Die Ungerechtigkeit gegen die kostbaren, fleißigen Mennoniten hier in Py schreit zum Himmel!!
    Leider gibt es so ein Unrecht in wohl jedem anderen Land der Erde auch und im Gegensatz zu D wird es hier wohl nicht in absehbarer Zeit zu einem Bürgerkrieg kommen und Versorgungsengpässen.
    Deshalb ist es eher nicht anzuraten wieder nach D zu gehen besonders als Frau nicht.
    Wir Deutschen hatten durch Kriege und Not früher eine mentale Stärke und Hartnäckigkeit entwickelt selbst im Chaos wieder etwas positives aufzubauen. Und diese Eigenschaften unserer Vorfahren, dass wünsche ich uns allen hier im fernen Paraguay, dass wir mit unseren Stärken trotz Frust und manchmal auch Entsetzen ( auch darüber was manche Deutsche neben Dauersaufen hier so treiben) im Alltag was hier so abgeht, gutes bewirken können!

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