Ausschreibung für zweite Brücke über den Rio Paraná beginnt nächste Woche

Ciudad del Este/Foz de Yguazú: Diese Woche begann mit einigen diplomatischen Schwierigkeiten bei den Vorbereitungen für den Bau der zweiten Brücke über den Paraná Fluss. Ein 1.700 Seiten Pamphlet wurde der paraguayischen Botschaft in Brasilia überreicht. Innerhalb von nur drei Tagen wurde um eine Durchsicht und nachfolgende Unterschrift gebeten. Da allerdings schon seit Jahren das Projekt bekannt ist und an der Finanzierung auch keine Zweifel bestehen wurde gestern dem Projekt zugestimmt. Die brasilianische Seite lehnte jedoch ab, dass bei dem Unterzeichnungstermin in Brasilien Funktionäre des Kanzleramtes oder Botschafter teilnehmen.

Während die bolivianische Regierung ein Straßenbauprojekt über Tarija in den Chaco einstellte, welches Paraguay einen kürzeren Weg zum Pazifik ermöglicht hätte, wird in Brasilien Integration anders verstanden. Dies jedoch auch um eigene Bedürfnisse zu verwirklichen.

Bei dem gestrigen Treffen in Campo Grande, Mato Grosso do Sul, wurde die Bedingungen zum Bau von beiden Seiten unterzeichnet. Darin ist zu lesen, dass der Bau bis zur Zollstation Paraguays von Brasilien finanziert wird rund 50 Millionen US-Dollar kosten wird und 960 Tage bis zur Fertigstellung in Anspruch nehmen soll. Die Anbindung auf paraguayischem Terrain, welche eine Stadtumfahrt von Presidente Franco beinhalten sollte, dürfte rund 20 km lang werden und muss aus der Staatskasse finanziert werden.

Mit der zweiten Brücke über den Rio Paraná in der Zone des Dreiländerecks wird zum einen die Freundschaftsbrücke in Ciudad del Este entlastet und zum zweiten können in Alto Paraná angepflanzte Agrargüter schneller nach Brasilien abtransportiert werden.

(Wochenblatt / Abc)

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6 Kommentare zu “Ausschreibung für zweite Brücke über den Rio Paraná beginnt nächste Woche

  1. Paraguay wird von Brasilien wie eine abtrünnige Provinz behandelt. Brasilien sagt wer unterschreiben darf, wer teilnehmen darf etc.. Paraguay hätte gute Karten in der Hand (Billigstromverkauf an Brasilien) um als gleichstarker Partner aufzutreten. Aber das Land macht wieder einmal die Rolle rückwärts und hofft auf ein paar Brotkrümel, die Brasilien unter den Tisch fallen lässt. Wo bleibt der vielgepriesene Nationalstolz? Im Nebel der Korruption ist er nicht mehr zu erkennen.

    1. Nein, Paraguay lässt sich so behandeln. Die Politiker stellen es so dar, als wenn sie gar keine Alternative hatten, als es diesen Vertrag vorschnell zu unterzeichen. Damit können sie rechtfertigen, wieder einmal das Land verraten zu haben.

      Auch Brasilien will, das diese Brücke gebaut wird. Und die Verträge sind im Sinne Brasiliens, weil die paraguaischen Verantwortlichen günstig zu haben sind. Nur es muss ja irgendwie dem Volk verkauft werden. Und was ist da einfacher, als wenn es als Alternativlos wegen dem Zeitdruck, zu verkaufen.

      Das weiss Merkel genausogut, wie Frederico, der sich wahrscheinlich im Kontostand erhöhen wird.

  2. „Ein 1.700 Seiten Pamphlet wurde der paraguayischen Botschaft in Brasilia überreicht. Innerhalb von nur drei Tagen wurde um eine Durchsicht und nachfolgende Unterschrift gebeten.“

    Der Ausdruck Pamphlet ist nicht gerade neutral gewählt, sondern soll dieses Dokument diskreditieren. Ohne es zu kennen. Ich glaube kaum, das das Wochenblatt über Abschriften verfügte.

    Drei Tage sind aber auch natürlich sehr, sehr kurz. Warum sich Paraguay dieser Situation gebeugt, und unterschrieben hat, bleibt aber auch das Geheimnis der hiesigen korrupten Führung. Ich denke einmal, dass da persönliche Vorteile eine Rolle spielten. Paraguayer sind sehr Nationalistisch. Allerdings ist der Preis im zu überregionalen Projekten peanuts, um diese Tatsache zu unterlaufen.

    Mich wundert heute noch, warum der Triple Alianzkrieg überhaupt notwendig war. Ich bin mir sicher, dass wenn mit Geld geschossen wäre, es gar kein Paraguay mehr geben würde.

    Und froh bin ich auch darüber, weil ich liebe das Land, aber verstehe so langsam nach über zehn Jahren die Oberschicht.

    Man kann nicht etwas als Pamphlet bezeichnen, die Zeit zum Unterzeichnen kritisieren und Unterschreiben. Das ist gegen jede staatliche Authorität. Dann sind Frederico und Co einfach nur Waschlappen, die nicht ernst genommen werden können. Aber ganz sicher keine guten Politiker, die im Sinne Paraguays handeln.

    Paraguay muss sich keiner Dreitagesgrenze unterwerfen. Das ist freiwillig und dient der Verteidigung gegen Staatsinteressen gehandelt zu haben.

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