Die Klauseln des Vorvertrages mit Rio Tinto Alcan

Asunción: Kurz vor der gestrigen Unterzeichnung des Vorvertrages mit dem kanadischen Unternehmen Rio Tinto Alcan, welches Aluminium in Paraguay herstellen möchte, zeigte der Minister für Handel und Industrie, Francisco Rivas, den Medien das Dokument.

Rivas erklärte, dass das Memorandum des Verständnisses ein ganz normaler Vorvertrag ist auf den Machbarkeitsstudien durchgeführt werden. Mit den Ergebnissen aus den Studien werden definitive Klauseln festgelegt. Diese jedoch betreffen die kommende Regierung.

Rio Tinto Alcan erklärte sich dazu bereit ihre Industrieanlage sowie einen Industriepark zu errichten. Die Investitionssumme, die die Kanadier anbieten um jährlich 680.000 t Aluminium zu produzieren beläuft sich auf 4,5 Milliarden US-Dollar. Ebenso sollen mindestens 54% des produzierten Aluminiums in Paraguay weiterverarbeitet werden. Demnach würden 30.000 Arbeitsplätze entstehen. Im Gegenzug muss Paraguay dem Werk eineinhalb Turbinen des Itaipú oder Yacyretá Wasserkraftwerkes reservieren, Energie die das Unternehmen zur Produktion benötigt. Der Strompreis wird von der Regierung nicht subventioniert.

In dem Vorvertrag sind folgende Punkte festgehalten:

  1. Das Paraguay einen geeigneten Platz für das Werk am Rio Paraná schafft
  2. Die Produktionsstätte und der Industriepark müssen nebeneinander liegen
  3. Rio Tinto verpflichtet sich dazu das produzierte Aluminium an den Industriepark abzugeben
  4. Die Produktionsstätte sowie der Industriepark müssen die höchsten Umweltstandards erfüllen
  5. Alle Arbeiter und Operateure der Einrichtungen müssen alle geltenden Sicherheits- und Gesundheitsstandards einhalten
  6. Paraguay stellt ein 4.500 ha Grundstück für den Industriepark zu einem realistischen Marktwert zur Verfügung.
  7. Der Vorvertrag verliert seine Gültigkeit wenn innerhalb der nächsten zwei Jahre keine Verhandlungen gewünscht werden.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “Die Klauseln des Vorvertrages mit Rio Tinto Alcan

  1. Na, da kann man nur hoffen, dass die 1,5 Turbinen nicht vom Strom für Paraguay abgezogen werden. Sonst gehen hier endgültig die Lichter aus.

  2. Aber wenn es stimmt, 30.000 Arbeitsplätze könnte das Land schon gebrauchen und den Strom normal verkaufen und nicht wie nach Brasilien fast verschenken.
    Wichtig wäre nur, dass die Umweltbelastung nach den internationalen Vorschriften eingehalten werden, und nicht durch korrupte Beamte umgangen wird.

  3. Das sind doch alles nur Zahlen von irgendwem in die Luft geschmissen und entbehren jeglicher Seriosität. Vor allem sollte man nicht glauben, was einem alles von der Regierung erzählt wird. Ich meine damit nicht nur Paraguay sondern jedes Land weltweit ist damit gemeint.

    Es gehört eine unabhängige Studie angefertigt und damit meine ich unabhängig, weder von den Befürwortern, noch von den Gegnern. Diese gehört öffentlich präsentiert und dann sollte eine Entscheidung gefällt werden.

  4. Warum wette ich, das Umweltauflagen kaum eine Rolle in diesem Vertrag spielen? Dafür wird Frederico aber wahrscheinlich in ein paar Jahren auch zugeben müssen, dass er eine neue Jacht und eine neue Estancia hat.

    Dabei ist diese Firma ja scheinbar sehr unauffällig, wenn es um delitos ambientales geht. Vier Strafen, nur alleine 2009/2010, in Höhe von insgesamt 710.000 Dollar sprechen nicht gerade für eine Firma, die Naturschutz auf ihren Fahnen trägt. Das ist ein Multinationaler Konzern, der alle Möglichkeiten der Gewinnmaximierung ausschöpft. Und sei es auf Kosten der Natur oder auch Anwohner.

    Solange die Strafen unterhalb der Gewinnlinie liegen, werden diese Art der Konzerne noch sehr viel Schaden anrichten. Nun auch in Paraguay.

    http://www.abc.com.py/nacionales/canada-sanciono-a-rio-tinto-en-varias-ocasiones-494288.html

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