Asunción: Über 50 Jahre war an der Ecke vor dem Pantheon im Zentrum der Stadt die Lido Bar angesiedelt. Nachdem die Miete von 20.000 US-Dollar den Betreibern zu teuer wurde, zogen sie an einen anderen Ort um. Jetzt eröffnete am gleichen Ort die Bar Nacional, gesponsert von der ueno bank.
Auch wenn finanziell zu keinem Zeitpunkt davon ausgegangen werden kann, dass man damit Gewinn erwirtschaftet, nutzt man quasi das Image der Lido Bar sowie die Erinnerungen an die Speisen um nun Kapital daraus zu schlagen. Bei einer Miete von mindestens 120 Millionen Guaranies monatlich, was 4 Millionen täglich sind plus Strom, Gas, Löhne und Versicherung ist es töricht anzunehmen, dass man im „toten“ Zentrum neben der Lido Bar existieren könnte.
Als offizieller Sponsor der Bar bietet die ueno bank von Montag bis Donnerstag von 07:00 bis 01:00 Uhr, Freitag und Samstag von 07:00 bis 02:00 Uhr und Sonntag von 08:00 bis 01:00 Uhr exklusive Rückerstattungen für Bankkunden, was den anzunehmenden Gewinn weiter schmälert. Anscheinend glauben alle im Land, dass ueno bank Geld aus dem Nichts erschafft. Demnach darf darauf hingewiesen werden, dass die Aktionäre der ueno Bank alle aus der Entourage von Horacio Cartes stammen, während dieser offiziell nicht genannt wird. Böse Zungen behaupten aber, dass der Hauptaktionär Miguel Vazquez nur Aktien für den Ex-Präsidenten hält.
Wochenblatt / Abc Color













