Beeindruckend und besorgniserregend zugleich

Hernandarias: Nach sechs Monaten musste das Wasserkraftwerk Itaipú wieder alle Schleusen an den Überläufen am Staudamm öffnen. Eine Folge der starken Regenfälle. Es könnte noch öfters der Fall sein.

1.414 Kubikmeter Wasser flossen pro Sekunde durch die Schleusen. Am Mittwoch war das Spektakel wieder vorbei, das viele Touristen begeisterte. Nun aber wurden die Wassertore wieder bis voraussichtlich morgen geöffnet.

Die Wassermenge war erstaunlich. Sie entsprach einem Volumen von 40 Iguazú Wasserfällen, die von vielen Menschen jährlich besucht werden.

Nun mag das Schauspiel sicherlich beeindruckend gewesen sein, es war aber auch vonnöten. Itaipú operiert mit einem Niveau von 219,7 Meter über dem Meeresspiegel. Die Normbereiche liegen zwischen 218,3 und 220,3 Meter. Oberhalb des kritischen Werts werden die Überlaufschleusen geöffnet. Das letzte Mal passierte dies am längsten vom 22. Februar bis 30. März 2016. Vergangene Woche war dies aber nur für einige Tage der Fall.

Jedoch gibt es nicht nur Beifall für den Vorgang, einige Experten glauben, dass sich veränderte Klimabedingungen eingestellt haben könnten. Zwar bestehe keine Gefahr für das binationale Wasserkraftwerk, aber durch das Ablassen großer Wassermengen könne dies zu Überschwemmungen an dem Paraná Fluss führen. Tausende wären dann wohl bei einem wiederholten Szenario betroffen.

Allein schon der Speichersee von Itaipú hat das Leben der Bevölkerung 1982 an den Ufern des Paraná Flusses drastisch verändert. Dies könnte in Zukunft wieder der Fall sein.

Quelle: Ultima Hora

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