Bejarano: “In sechs Jahren 108 Kilogramm Gold extrahiert“

Paso Yobai: Der stellvertretende Minister für Bergbau und Energie, Mauricio Bejarano, nahm Stellung zu den Goldvorkommen in Paso Yobai, Guairá. Ein Unternehmen hat eine offizielle Genehmigung für die Minentätigkeit.

„Wir wissen, dass seit 2011 offiziell 108 Kilogramm Gold extrahiert wurden. Die Firma Lampa SA hat dafür eine Genehmigung“, erklärte Bejarano.

Durchschnittlich, so der Minister weiter, wären 30 Kilogramm pro Jahr extrahiert worden, in letzter Zeit jedoch deutlich weniger.

Lampa SA, eine kanadische Firma, muss nur für den Gewinn von Gold Abgaben entrichten, nicht jedoch für das abgebaute Erz. Die Regierung erhält also wenig für die erteilte Betriebsgenehmigung. „Das aktuelle Gesetz ist fehlerhaft. Die Firma muss nur Lizenzgebühren für das Gold entrichten jedoch nicht auf dessen Rentabilität. Wir arbeiten daran, eine Änderung herbeizuführen, sodass auch das extrahierte Material besser besteuert wird“, sagte Bejarano.

Eine weitere Schwierigkeit besteht, weil das Bergbaugesetz nicht klar geregelt ist. Nur wenige Unternehmen sind von der Regierung autorisiert Gold, Uran oder Eisen abzubauen. In Paso Yobai, so Bejarano, gäbe es eine Menge “illegaler Knappen“ die ihre Ergebnisse nicht erklären würden.

Grundeigentümer haben eigentlich gar keinen wirklichen Anspruch auf Gold oder andere Erze, die sich auf ihrer Liegenschaft finden. Die Regierung ist der wirkliche Besitzer von allem was unter der Erde liegt. Jedoch kann es zu einem Vertragsschluss beider Parteien kommen um solche Arbeiten durchzuführen. Falls es zu keiner Einigung kommt bleibt nur der Weg zum Gericht.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Bejarano: “In sechs Jahren 108 Kilogramm Gold extrahiert“

  1. Es wird nie zu einer Einigung und Legalisierung mit den tausenden von ilegalen Goldgraeber kommen, aber man wird die legale Firma wo mit den Ilegalen ein riesen Schaden hat druecken bis zum geht nicht mehr.

  2. Kennt man in Paraguay eigentlich den Begriff „Vertragstreue“? Eine ernst gemeinte Frage!
    Zumindest im Privatbereich oder in Vertragsbeziehungen zu Handwerkern und Baubetrieben konnte ich die wiederholte Erfahrung machen, daß sich NICHT EINER an Vereinbarungen oder Verträge hält. Das erste Lamentieren beginnt schon bald nach Beginn der Arbeiten. Dann werden die Nachforderungen immer massiver und dreister. Und diese „flexible“ Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch die Gesellschaft, quer durch alle Schichten.

  3. Die Regierungsvertreter sollten doch einfach die Goldgräber fragen. Diese werden die Gesetze doch wohl eher (zu umgehen) wissen.

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