Wahlkampffinanzierung auf paraguayische Art?

Santa Cruz de la Sierra: Der Colorado Parteibüroleiter aus Liberación für den Cartes Flügel, Fredy Alberto Godoy Segovia, wurde zusammen mit zwei Kumpanen in Bolivien verhaftet. Sie transportierten mehr als 5 Tonnen Marihuana.

Bekannt als fürsorglicher Familienvater und Parteibüroleiter bis 2020 ist Fredy Godoy ein treuer Anhänger von Horacio Cartes und der Abgeordneten aus San Pedro, Perla de Vasquez. Heute jedoch wurde nicht nur seine wahren Aktivitäten bekannt sondern er entblößt ein ganzes System, in dem auf Nachfrage niemals jemand etwas mit Drogen zu tun hat. Früher ein Angestellter im Gesundheitsposten des Ortes kennt er sich mit Marihuana besonders gut aus. Bei seiner heutigen Festnahme zusammen mit seinen zwei paraguayischen Kollegen, Salomón Sanabria Núñez und Gilberto Villordo Sixto fand man 5011.3 kg gepresstes Marihuana.

Das verbotene Kraut wird normalerweise in Bolivien gegen Kokain eingetauscht, was später für einen höheren Wert nach Brasilien versendet wird. Ob das in diesem Fall auch so ausgegangen wäre, ist jedoch nur Mutmaßung.

Sein Posten als Leiter des Parteibüros Nummer 443 ist in Gefahr, da eine Verurteilung und das Absitzen der Strafe in Bolivien wahrscheinlicher ist, als eine Abschiebung nach Paraguay. Inwiefern politischer Einfluss der Regierungspartei auf der anderen Seite der Grenze nützlich ist, bleibt abzuwarten.

Wochenblatt / Abc Color / El Deber

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5 Kommentare zu “Wahlkampffinanzierung auf paraguayische Art?

  1. Wäre ja erstaunlich, wenn ein Parteibüroleiter der ANR-Colorados und Drogenschmuggler in Paraguay überführt und verhaftet wird. Wahrscheinlich kann ihm der Posten des Parteibüroleiter gar nicht entzogen werden, weil sich bestimmt ein Gesetz finden lässt, das besagt, dass er dazu persönlich zu erscheinen hat, eine Pack Brahma trinken und seinen Müll anzünden muss. Da muss man ihm halt den Lohn während den nächsten Jahren Knast in Bolivien trotzdem ausbezahlen.

  2. Der Typ sieht ja schon vom Gesicht her aus, als würde der nur krumme Dinger drehen. Und als ehrlicher Arbeiter taugt der wahrscheinlich nicht mal als Handtuchhalter in einem Pool.
    Aber ich finde es einfach GEIL, dass so ein Colorado-Hansel in Bolivien gefasst wurde, ich fühle gerade richtig Schadenfreude. Da trifft es echt den Richtigen. In Paraguay würde ihm durch seine Beziehungen rein GAR nichts passieren.

    Ich wundere mich nur, dass er selbst bei der Drogenfahrt dabei war. Offensichtlich gab es ein Riesenbatzen Geld bei der Übergabe der Ware und da wollte er unbedingt dabei sein.

    Was kann denn jetzt Cartes für seinen loyalen Anhänger nun machen? Kann er Bolivien bitten, ihn auszuliefern? Kann Bolivien das verweigern?

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