Bierbrauer in Sorge wegen Steuererhöhungen

Asunción: Die Bierbrauer in Paraguay sehen die möglichen Steuererhöhungen mit Sorgenfalten im Gesicht auf sich zukommen. Aber auch andere Getränkehersteller sind in Aufruhr.

Der Generaldirektor von Cervecería Paraguaya (Cervepar), Tomás Fracchia, äußerte sich besorgt über die Diskussion für eine Erhöhung der Steuer auf alkohol- und zuckerhaltige Getränke, weil er der Ansicht ist, dass dies die Vorhersehbarkeit und Rechtssicherheit der Unternehmen in dem Land beeinträchtige.

Im Nationalkongress wird über die Möglichkeit einer Steuererhöhung auf Tabak, Alkohol und Soja debattiert. Zum zweiten Punkt bringen die Unternehmer der Kategorie alkoholischer Getränke und mit Süßstoffen ihre Besorgnis zum Ausdruck.

Tomás Fracchia, General Manager von Cervecería Paraguaya (Cervepar), der mehr als 15 Marken vereint, meint, dass bei einer Änderung “die Spielregeln“ drastisch geändert werden.

Er sagte, dass die Berechenbarkeit und Rechtssicherheit, die Unternehmen in Paraguay bei Investitionen suchen würden, wesentlich beeinflusse.

Fracchia wies darauf hin, dass Cervepar sein Engagement für Nachhaltigkeit aus drei Achsen erneuert habe, nämlich Umwelt, verantwortungsbewusster Konsum und Gemeinschaftsentwicklung.

Artikel 19 Abschnitt II sowie Artikel 20 und 21 des Gesetzes 5.538 / 15 erhöht die selektive Steuer auf den Konsum von alkoholischen und zuckerhaltigen Getränken. Es legt auch die Bestimmung der Erträge fest. Bis zum März 2019 wurde die Entscheidung darüber aber vertagt.

Der Vorschlag sieht vor, die Steuerbelastung für alkoholische Getränke von 13% auf 26% und für zuckerhaltige Getränke von 5% auf 10% zu erhöhen.

Der Erlös aus der Steuer auf zuckerhaltige Getränke würde an das Gesundheitsministerium, das Nationale Diabetes-Programm, das Nationale Institut für Kardiologie und das Allgemeine Kinderkrankenhaus für Kinder von Acosta Ñu gehen.

Bei den alkoholischen Getränken sollen das Suchtzentrum, das Nationale Krebsbekämpfungsprogramm, Rehabilitationen im Endoprothesebereich des Unfallkrankenhauses und das Ministerium für Kinder und Jugendliche von der Steuererhöhung profitieren.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Bierbrauer in Sorge wegen Steuererhöhungen

  1. Sind doch ganz vernünftige Ziele. Die, die das Finanzministerium da anstrebt. Wer braucht schon noch vom Wochenende halb besoffene Handwerker, die dann vorausschauend fürs nächste Wochenende den Alkoholpegel konstant halten, damit die Nivellierungsdifferenz am Wochenende nicht zu einem Hämorrhagischen Schock führt.

  2. „…Umwelt, verantwortungsbewusster Konsum und Gemeinschaftsentwicklung.“ – Selten so gelacht. was weiß denn ein Paraguayer über Umwelt. Gemeinschaftsentwicklung trifft da für die Bierbrauer eher zu – gemensam saufen und dann gemeinsam lallen, wenn nich einer zum Messer greift und den anderen Saufkumpanen absticht, was ja oft vorkommt.

    Ansonsten sehr guter Vorstoß. Wenn ich sehe, dass bei den Nachbarn die Apfelsinen oder Mandarinen von den Bäumen fallen und stinkend verfaulen, zusammen mit den Mangos und was sonst noch alles und die Kinder aber zur nächsten Despensa geschickt werden, um literweise Zuckerwasser zu kaufen, auf dass die Bäuche noch mehr schwellen und die Ä… noch fetter werden.

  3. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Reply

    Mein lateiner Arbeiter ist selbst dem Trunke verfallen und der sagt dass Bier nur ein Gesoeff fuer die Oberschicht sei. Der normale paraguayer trinkt Schnaps (das Tres Leon von Cartes) und wenn er sich mal ein „edles Troepfchen“ leisten will dann ists Etiqueta Negra (ist wohl ein anderer Fusel der etwas weniger Methanol, Holzspiritus, in der Destille hat).
    Also Bier betrifft sowieso nur die Mittel- und Oberschicht der Gesellschaft.
    Wenn der Fusel erst ueber 5000 Gs pro halbes Liter kostet so ists dem normalen paraguayer zu teuer. Die Idee ist sich schnell und guenstig zu besaufen,
    Also der Bierumsatz wird schwerlich leiden denn diejenigen die Bier trinken haengen sowieso an der Flasche und haben auch das Geld. Um ein paar Kroeten mehr oder weniger dass merkt so ein Saeufer sowieso nicht (aber dafuer dessen Frau und Kinder wenns Geld sogar fuer Essen knapp wird).

  4. Unter einem sachlichen Artikel finde man hier nur hasserfuellte Kommentare. Was haelt euch eigentlich so sehr in diesem schrecklichen Land?!?!?!

  5. Das ganze ist nur nur Ab zocke.Hier wollen sich einige die Taschen füllen bei lehren Staatskassen..
    Ob Alkohol/Zigaretten/Zuckergetränke mit harten Steuern belegt ist eigentlich Wurst.Gesoffen/Geraucht wird doch.
    Das Ein-zigste was passiert,es wird an Bildung und normalen Essen gespart
    Das bringt nicht viel wenn man die gesunde Ernährung schon mal bei den Kinder in der Schule anfängt.
    Das geht geht schon bei Obst und Gemüse sehr viele können es sich jetzt schon nicht Regelmäßig leisten.
    Der Süßstoff ist ein Teufel der tut der Gesundheit nichts gutes genau wie zu viel Zucker.Einige Staaten warnen so gar vor den Verzehr von zu viel Süßstoff.

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