Bischof als “Geisterarbeiter“

Das Phänomen der “planilleros“, Angestellte und Beamte die auf irgendwelchen Gehaltslisten auftauchen und keine Dienste verrichten, zieht Kreise durch alle Behörden, sogar Präsident Cartes will mit Nachdruck eine lückenlose Aufklärung der sogenannten “Geisterarbeiter“. Mittlerweile wurden mehrere Listen der Öffentlichkeit präsentiert, im Bildungsministerium taucht der Bischof vom Chaco, Gabriel Escobar, auf. Er behauptet aber, von zwei Bildungseinrichtungen schon 2013 zurückgetreten zu sein, welche Bezüge er aber weiterhin erhalten hätte, wisse er nicht, die Gelder seien an die Gemeinden geflossen.

„Ich bin zurückgetreten von den Ämtern, das kann ich beweisen, ob Beträge weiterhin gezahlt wurden weiß ich nicht. Gott sei Dank habe ich ein reines Gewissen“, sagte der Bischof gegenüber dem Radiosender 1080 AM. Bis Freitag hat Escobar Zeit, die Vorwürfe gegenüber dem Ministerium für Bildung zu entkräften. Er gibt aber zu, während der Ausübung seiner Dienste Gehälter bekommen zu haben, und zwar als Direktor der Schulen San José Concepción und Don Bosco. Escobar erklärte, wahrscheinlich sei der Rücktritt nicht richtig dokumentiert worden und die Unterlagen möglicherweise nicht weiter gereicht worden, um das offizielle Rücktrittsverfahren einzuleiten.

Am Dienstag gab das Bildungsministerium eine Liste mit 180 “Geisterarbeitern“ in ihrer Behörde bekannt, darunter auch Gabriel Escobar, Bischof im Chaco.

Quelle: Ultima Hora