Bist du ein Spitzenverdiener?

Asunción: Wenn du in der Stadt lebst und 8.303.713 Guaranies verdienst oder auf dem Land lebst und 5.920.013 Guaranies monatlich bekommt – herzlichen Glückwunsch, dann gehörst du zu den privilegierten 2% der Bevölkerung.

Die 2% der Bevölkerung, die High Class oder auch Spitzenverdiener bilden die Spitze einer Pyramide, wo sich auch Magnaten wie Zucolillo, Cartes und Vierci befinden. Es spielt keine Rolle ob man genau diese oben aufgezeigten Summen erreicht oder noch mehrere Nullen hinzufügt, man ist immer sehr weit von der Mehrzahl der Nation entfernt.

Eine Studie aus dem Jahr 2017 zeigte auf, dass die Mittelklasse mit 26% der Bevölkerung von 1.660.743 und 8.303.713 Guaranies reicht und dass 72% der Bevölkerung nur 473.601 bis 1.660.743 Guaranies monatlich verdienen. 72% der arbeitenden Bevölkerung des Landes bekommt keinen staatlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Nur wenn man solche Zahlen offenlegt und zu Diskussionen nutzt, kann man fair beurteilen, was gerecht ist in Bezug auf Steuern oder anderen Kosten.

Während im Senat neue Lohnerhöhungen gebilligt wurden spreizt sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter. Der Staat nimmt viele Steuern ein, leider nur sehr wenig von denen die viel Gewinne erwirtschaften und viel von denen die kaum Geld zur Verfügung haben, wenn auch nur durch indirekte Steuern bei Krediten oder der Mehrwertsteuer.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Bist du ein Spitzenverdiener?

  1. wenn diese Zahlen stimmen sollten, dann hat meine Geldbörse ein Leck. kann mir bei den hiesigen Preisen kaum vorstellen Spitzenverdiener zu sein. kommt mir zumindest nicht so vor

  2. Jedes Mal wenn ich ins Tschopping Mcal. Lopez, Del Sol oder Mariano fahre sind demnach gerade die 2% der Paragauys anwesend, die offiziell mehr als 5 Mio. Gs. verdienen. Die Autos die da parken kannst dir in EU mit einem Gehalt von 7.000 Euronen mtl. nicht leisten. Daraus und der Tatsache, dass der Staat Millionen USDollar ausgibt, für durchsichtige, schon kaputt oder nicht fertig Infrastruktur, schließe ich, dass die „inoffiziellen“ Einkommen weitaus höher sind.
    Dass aber drei Viertel der Bevölkerung nicht einmal 300 Euro monatlich verdient, das wiederum glaube ich schon. Davon schätze ich rund die Hälfte so ein, dass man trotzdem glücklich darüber ist, dass vor lauter warten unter dem Mango auch so viel runter gefallen ist.
    Die 2% der Bevölkerung, die High Class oder auch Spitzenverdiener, das sind diejenigen, die ihren offiziellen Zahltag auch angeben müssen oder er bekannt ist: Richter, Beatmete, Politiker, TV-Clowns etc. (natürlich ohne inoffiziellen Zustupf).
    Die Mittelschicht verdient weitaus mehr, meist Selbständig erwerbend, sparsam mit Quittungen an dem Kunden ausgebend, denn für was angeben, verschwindet sowieso alles in der Korruption, deren Meinung nach. Und recht haben sie.
    Persönlich brauche ich 200 Euro monatlich nur für Lebensmittel, Haushaltsartikel nicht inbegriffen. Das ist nicht viel weniger als ich in Europa für Lebensmittel ausgab. Da fällt es mir schwer zu glauben, dass die hiesigen Menschen ihren gesamten Zahltag nur für Essen ausgeben, schließlich kostet Benzin für Moto und Müll abfackeln, Elektrogeräte wie Klimaanlage, SAT-Anschluss, überteuerten „Oldtimer“ bzw. Schrottwagen, Waschmaschine und deren ständige Reparatur, Zundhölzer, Kerzen für Stromausfall und viel viel Bier, auch was.
    Ne, diese Zahlen dieser Statistik sind so gelogen wie alles in diesem Land, in welchem es einzig ums Thema Plata geht. Und hier dreht sich alles nur um Plata. Naja, vielleicht noch ums Nichtstun und Müllabfackeln. Aber sonst, alle Wünsche erfüllt und wunschlos glücklich. Oft ist es mir danach mich zu übergeben, wenn ich das faule Pack im Schatten sitzen sehe und Stunden danach nochmal vorbei fährst sitzen sie immer noch da.
    Und sollte sich jemand an meinen Kommentaren fast übergeben: bitte schön, hindert dich niemand daran. Aber dafür als faul kann man mich wirklich nicht bezeichnen.

    1. warum denn übergeben – Wahrheit bleibt Wahrheit und darf geschrieben werden.
      Egal, welchen schwachsinnigen Kindergartenmusikdudelfunk ich morgens höre – immer ist nur von Milliones de Dolares die Rede, GEld, Geld, Geld. Bestenfalls noch ein Modelo (que linda), dass sich einem alten Geldsack an den Hals oder sonstwohin geworfen hat.

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