Brasilianischer Senator gesteht Fehler bei der Sanktion Paraguays ein

Brasilia: Referenten der politischen Klasse aus Brasilien gestanden ein, dass die Regierung von Dilma Rousseff übereilt handelte und einen Fehler beging als Paraguay aus dem Gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) suspendiert wurde, nachdem Fernando Lugo durch ein Amtsenthebungsverfahren als Präsident abdanken musste.

Der brasilianische Präsident der Kommission für auswärtige Beziehungen und nationaler Verteidigung, Senator Ricardo Ferraç bedauerte, dass die brasilianische Regierung sich von dem Willen anderer südamerikanischer Nationen abschleppen ließ, die ideologischer Natur waren.

Laut dem Internetportal Diplomatizzando und in Bezug auf ein Schreiben des Senats erklärte Ferraç auch die Schuld auf sich zu nehmen für eine Entscheidung die „falsch prognostiziert und abgewägt“ wurde.

Paraguay wurde vom Staatenblock suspendiert nachdem Ex Präsident Lugo in einem politischen Moment, der als zu schnell und wenig demokratisch von anderen Ländern des Mercosur eingestuft wurde.

„Da Lugo jedoch an der neuen Wahl teilnehmen durfte und sogar als Senator gewählt wurde zeigt wie demokratische es wirklich zugeht und dass sich alles normalisiert hat“, so Senator Ferraç.

„Ich hoffe, dass in einer Zeit die Reflexionen Brasilien sich darauf beruft einen Fehler gemacht zu haben, der unter politischem Druck anderer Länder zustande kam. Anstatt den Prozess anzuführen folgten wir als Nation anderen viel radikaleren und ideologischen, in Bezugnahme auf den mittlerweile verstorbenen Hugo Chávez, der Präsident von Venezuela war“, schloss Ferraç ab.

Diese Aussagen wurden drei Tage nach dem Treffen von Horacio Cartes und Dilma Rousseff in Brasilia verfasst und veröffentlicht. Beide Mandatsträger versicherten nun besten Willen für die Erneuerung der bilateralen Beziehungen zu haben und so einen Ausweg aus der regionalen Krise zu bewerkstelligen, die erst mit der Reintegration Paraguays in den Mercosur endet. Dilma Rousseff bat bei Cartes‘ Besuch in Brasilia an, ihre temporäre Präsidentschaft ihm zu überlassen, wenn dies etwas nützen würde. Außerdem erklärte sie auch, wie wichtig Paraguay für den Block ist.

(Wochenblatt / Última Hora)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

11 Kommentare zu “Brasilianischer Senator gesteht Fehler bei der Sanktion Paraguays ein

  1. Bin ja mal gespannt, was so mancher derer die hier einst geschrieben haben das Paraguay keine andere Moeglichkeit hat als klein bei zu geben nun sagen. Immer die gleichen klugredner die alles wissen und in wirklichkeit vom gegentteil ueberzeugt werden. Aber dann geht es nach dem Motto, was schert mich mein Geschwaetz von gestern .
    Schade das ich zu wenig zeit habe alle diese schreiberlinge mit ihren allwissenden Texten zu suchen und zu kopieren. Aber da wuerde Herr Pässler eeh nicht mit machen.
    In diesem sinne eine schoene Woche. Fuer mich und wenige andere mit der genugtuung recht behalten zu haben was den Herrn Cartes angeht. Allen anderen aergert euch nicht erst denken dann schreiben

  2. christian geiges

    Ich bin bei dem Thema etwas uninvormiert, warum genau wollen uns die aktuellen Mitglieder „unbedingt“ zurück in den Mercosur? Da wär unser Bayer gefagt. 😉

    1. Die wollen PY zurueck , weil die Verhandlungen EU und MERCOSUR auf Eis liegen !Die EU verhandelt nur mit dem Gesamtblock , und ohne PY geht das nicht , bzw. will die EU das nicht !

  3. Ja Frank, kann dir nur beipflichten zu deinen Artikel, habe von jeher geschrieben, dass die Abwahl von Lugo nach paraguayischen Recht gesetzeskonform war. Die Allwissenden und Andersdenkenden hier haben mal wieder eine Klatsche erhalten und werden an absurdum ihrer Artikel geführt, wenn die Wahrheit ans Licht kommt.

    1. Oh, wieder die Allianz der Schwachen unter sich. Halten sich sogar für klug. Warten wir einmal ab, wer hier die Klugredner sind lieber Frank!
      Christian trifft da eher den Punkt und denkt über die Hintergründe nach, die mit großer Wahrscheinlichkeit Fakt sind !

    2. Denke Robert du hast meinen Text ein wenig falsch interpretiert ich bin warschgeinlich der groesste Lugogegner den du hier findne kannst . Allein die tatsache das er der kath Kirche entsprang sagt mir das er ein geborener Luegner und scheinheiliger war was er mehr als bewiesen hat. Fuer mich war es keineswegs gesetzt konform sondern eine notwendigleit um weitere schaeden zu kompensieren. Und mit klugredner meinte ich genau die , die hier immer contra cartes geredet haben und gesagt haben das cartes der mercursur klein beigeben wird . was er aus meiner sicht nicht getan hat.

      1. ich möchte Sie ausdrücklich bitten die Anwürfe gegen die katholische Kirche einzustellen. In ihrer Naivität scheinen Sie nicht zu merken, dass Sie mit ihrer unbegründeten und unreflektierten Kritik einen weltweiten Trend, nämlich den Weg weg vom Christentum hin zum Satanismus, unterstützen. Aber vielleicht wollen Sie das ja.
        http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/10/07/atheisten-wollen-in-schulen-und-smartphones-ihren-glauben-lehren-ist-atheistischer-oder-christlicher-glaube-dem-wissen-naher/
        Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie Herrn Lugo als Politiker kritisieren. Da sind mir bisher zwar noch keine wirklichen Argumente Ihrerseits aufgefallen aber sei´s drum. Wenn Sie aber den Politiker Lugo mit der katholischen Kirche (und damit ungewollt dem Christentum) in einen Topf werfen, fühle ich mich als Christ von Ihnen persönlich beleidigt.

  4. @ frank
    Von der Seite kann man es auch sehen, aber die Anhänger Lugos hier haben ja sogar einen Putsch daraus gemacht, was für ein Schwachsinn, zu helfen ist Denen wohl kaum noch.

    1. nun haben Sie recht, wenn Sie den Begriff „Putsch“ für die Entmachtung Lugos zu Gunsten von Franco für unangemessen halten. Eigentlich handelte es sich nicht um einen Putsch (weil der meist als vom Militär ausgehend definiert ist) sondern um einen Staatsstreich. Aber nun seien Sie mal ehrlich, würde die Bezeichnung „Staatsstreichpräsident“ verstanden worden sein? Nein, also musste auch ich bei dem Putsch und damit dem Putschpräsidenten bleiben. Und nun noch mal Hand aufs Herz, wäre dem Land nicht vieles erspart geblieben ohne den Staatsstreich und die Präsidentschaft von Franco? Der hat es doch geschafft, trotz der Kürze seiner Regierung, sehr viel Schaden anzurichten. Aber es war auch mit Sicherheit der Grund für diesen Staatsstreich sich noch schnell vor dem Abgang die Taschen richtig zu füllen (und der Verwandtschaft und den Freunden natürlich auch).

  5. Ja unsere rote Fraktion hier rede sich alles so wie sie es brauchen.Es dauert eine Weile dann hat die Zeit so manchen Kommentar dieser Fraktion absurdum geführt.Realität und Wunschdenken sind 2 Paar Schuh.
    Cartes hat gegen alle Behauptungen bewiesen das Paraguay mit erhobenen Hauptes an den Verhandlungs Tisch zurück gekehrt ist.Vor seiner Wahl sagte er Gleiches und wurde von so manchen als einer abgetan der zu Kreuze kriechen muss weil die Anderen Länder Paraguay nicht brauchen.Falsch gedacht! Ja und was soll es wenn die EU nur den kompletten Mercosur am Tisch haben will.Genau das spricht doch wieder für Paraguay.Wichtig ist Paraguay hat sein Gesicht gewahrt und kommt nach vorne,Herr Cartes macht einen guten Job.