Brasilien lockt mit günstigen Preisen

Foz de Yguazú: Während in Ciudad del Este Besucherströme der Vergangenheit angehören und quasi kaum noch etwas verkauft wird findet man auf der brasilianischen Seite des Rio Paraná eine große Anzahl an Paraguayern, die Supermärkte, Kleidungsgeschäfte und Restaurants stürmen. Grund für diese Wechselwirkung ist der abgewertete Real, der das Schmuggelgeschäft nach Paraguay intensivieren könnte.

Ein Wertverfall des brasilianischen Real war schon Mitte 2013 mit 15 % gegenüber dem US-Dollar registriert wurden. Diese Tendenz ist nicht aufzuhalten, weswegen diverse Sachen in Brasilien viel billiger sind als in Paraguay, allen voran Mineralöle weswegen Tankstellen in der Provinz Alto Paraná fast 70 % Umsatzeinbußen hinnehmen müssen.

In den Supermärkten und Shoppingcenter der Grenzstädte Foz de Yguazú, Guairá und Ponta Porã liegt der Anteil an paraguayischen Kunden bei mindestens 10%. Selbst in Kinos auf der brasilianischen Seite werden schon Filme in spanischer Sprache angeboten, damit Paraguayer, die wegen dem Wirtschaftswachstum von 14,1% in 2013 beneidet werden, ihr schwer verdientes Geld in Brasilien ausgeben.

(Wochenblatt / La Nación)

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7 Kommentare zu “Brasilien lockt mit günstigen Preisen

  1. Zeig nur wieder mal das der Guaranie künstlich viel zu hoch bewertet ist.
    Irgentwann muss es einen Knall geben wie schon in Brasilien und Agentinien,mir tuen dann nur die Kleinen Leute leid die ihr Geld auf der Bank haben.
    Mal sehen was die Zukunft bringt.

  2. Die Löhne in Paraguay sind sehr niedrig, die Steuern liegen bei ca. 11% (Argentinien/Brasilien 35-50%)und man hat als Unternehmer relative Freiheit, die Landpreise liegen deutlich unterhalb des Niveaus umgebender Länder, die Regierung ist nicht Sozialistisch und es gibt keine teuren Sozialprogramme, die Staatsverschuldung ist äußerst gering. Größtes Problem ist die Korruption, die man unternehmerisch aber als „Sondersteuer“ von Anfang an in die Kostenrechnung einkalkuliert und damit immer noch besser fährt, als mit regulärem Steuersatz von 40%.

    Folge sind Wirtschaftswachstum und die Akkumulation ausländischen Kapitals, das zwecks Direktinvestition in Guarani getauscht werden muss. Die Steigerung der Lebensmittelpreise war höher, als die Aufwertung des Guarani, also kein Handlungszwang seitens der Zentralbank, die Lebensmittelexporte laufen prächtig. Da kaum Industriegüter Exportiert werden, dafür aber um so mehr Importiert, nützt der hohe Guarani dem Konsumenten und der Oberschicht, anders als Brasilien, das bei der Aufwertung des Real etwa 50% seiner Industrieexporte einbüßte, die es sich nun erst mal wieder zurück hohlen muss.

    Bei weiteren Maßnahmen der FED, die Dollar-Geldmenge zu reduzieren, wird der Guranie weniger betroffen sein, als die Währungen anderer Mercosur-Staaten, da der Finanzmarkt in Paraguay unterentwickelt ist und kaum Carry Trades abgeschlossen wurden, um die Zinsdifferenz zu nutzen, wie das z.Bsp. in Brasilien der Fall war. In Argentinien investiert eh kaum noch jemand und Venezuela nähert sich dem Totalausfall. Wenn Carter nicht wieder erwarten absoluten Mist baut, wird der Guarani weiter stark bleiben.

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