Campesinos in Aufruhr

Curuguaty: Das Problem mit Landbesetzungen auf der Estancia Pindó schien gelöst zu sein. Nun aber erfolgt anscheinend bald wieder eine verstärkte Invasion von gewaltbereiten landlosen Bauernfamilien.

Das landwirtschaftliche Anwesen der deutschen Familie Bendlin besteht aus Kulturflächen, Weiden und Wäldern. Die Größe beträgt 4.499 Hektar. Margarita Colmán ist die Anwältin des Unternehmens und ist in Sorge. „Radikale Campesinos, die ohne Rücksicht auf Grundlage der bestehenden Gesetze vorgehen, drohen nun 400 Hektar zu besetzen. In diesem Bereich besteht ein Naturreservat mit alten Bäumen von unschätzbarem Wert“, sagte die Anwältin und fügte hinzu, aus Polizeiquellen lägen gesicherte Informationen vor, dass der Einmarsch der landlosen Bauern unmittelbar bevorstehen würde.

„Aus der Führungsriege der Nationalpolizei kam die Mitteilung. Es sollen zwar mehr Kräfte zum Schutz der Estancia abgestellt werden, aber im Moment sind die Ressourcen gar nicht verfügbar“, klagte Colmán.

Nicht nur die Menschen auf der Rinderfarm haben Angst vor einer Invasion, auch alle Nachbarn und Anwohne in der Gegend. Die Anwältin geht davon aus, dass die Campesinos einschüchtern wollen, aber auch einen ideologischen und politischen Plan hätten, der dazu führen soll, alle weiteren Investitionen in dem Gebiet einzustellen und die Bewohner zu entmutigen.

Am 28. März 2016 drangen maskierte Campesinos in die Estancia Pindó ein. Sie rückten bis zum Hauptgebäude vor und zerstörten Fahrzeuge und Liegenschaftsgeräte. Der Sachschaden betrug in etwa 500.000 US Dollar.

Die Farm hat sich auf die Zucht von Brangus Rindern spezialisiert, in etwa 1.500 Hektar sind Weidefläche, 1.000 Hektar dienen der Landwirtschaft und 2.780 Hektar sind als Waldreservat registriert. Seit 45 Jahren besteht der Betrieb, etwa 70 Kilometer östlich von Curuguaty gelegen, an der Fernstraße 10, in Richtung Salto del Guairá.

Quelle: ABC Color

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