Carlos Pfannl dürfte stolz sein

Asunción: Karl Pfannl war einer der bedeutendsten Österreicher in Paraguay, nachdem die Kolonie Carlos Pfannl in Guairá benannt wurde. Eine von vielen Nachfahren geht ihren kulinarischen Weg. Sie und ihr Lebensgefährte bringen, unter anderem, Piranhas auf dem Speiseteller.

Die Kolonien Carlos Pfannl und Independencia entstanden durch ein Dekret der paraguayischen Regierung aus dem Jahr 1933. Dabei kam es zu einer Überlassung von 3.015 Hektar in der Gegend. 1932/33 ließen sich 23 Österreicher in Carlos Pfannl nieder, 1936 waren es schon 130 Familien, die jeweils 20 Hektar Grund erhielten.

Sofia Pfannl und ihr Lebensgefährte José Miguel Burga sammelten Erfahrungen in den besten Restaurants von Asunción bis sie sich entschlossen, ein eigenes im Viertel Villa Morra der Hauptstadt zu eröffnen. Es heißt Pakuri und bietet zwar paraguayische Küche aber mit exotischem Hintergrund an.

Piranhas mit Polenta und Salatkreationen, aber auch die Fische Mandi’i oder Surubi mit Maniok und Kürbisgemüse werden den Gästen angeboten.

Rind-, Lamm- oder Schweinefleisch wird im Tatakua zubereitet. Das führt zu einem außergewöhnlichen Geschmack der Gerichte.

„Unser charakterliches Gericht sind Piranhas, die normalerweise in einer Brühe gekocht werden. Sie werden mit dem Kopf und Zähnen serviert. Viele Gäste sind von dem Geschmack begeistert“, sagte Pfannl.

Die Investition für das Restaurant betrug rund 300.000 US Dollar. „Wir wussten, dass es eine Herausforderung sein wird. Jedoch ist in Asunción, kulinarisch betrachtet, für jeden Geschmack etwas dabei, deshalb erfolgte auch der Schritt von unserer Seite in eine neue Ebene“, erklärte Pfannl.

Quelle: Ultima Hora

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7 Kommentare zu “Carlos Pfannl dürfte stolz sein

  1. Das ist mal wirklich etwas anderes und hört sich gut an. Kaufmännische gesehen sieht die Rechnung so aus: USD 300.000 für die notwendige Investition ergäben bei einer Bankanlage mit 7 % Verzinsung im Monat ca. 9,1 Mio. GS. Das bedeutet, daß die Netto-Gewinneinnahmen aus dem Betrieb diesen Betrag wenigstens um 50 % übersteigen müßten, (also GS 13,65 Mio.) damit sich diese Form der Anlage rentiert! 50 % Aufschlag deshalb, weil Erhaltungsaufwendungen und Betriebsrisiko unbedingt einkalkuliert werden müssen, im Gegensatz zu einer Bankanlage. Anders sieht die Rechnung dann aus, wenn wenigsten 50 % der Investitionssumme über ein Bankdarlehen finanziert würde: 15 % Kreditzinsen zzgl. 10 % Tilgung = Monatsrate GS 16,25 Mio. Dieser Betrag müßte monatlich erwirtschaftet werden, um allein den Schuldendienst zu bedienen. Hinzu kommen Personalkosten, Steuern, Sozialabgaben, Rücklagen usw. mit wenigstens mtl. GS 10 Mio. = total GS 26,25 Mio. Erst alles was darüber an Einnahmen zu verzeichnen ist, bleibt dem Restaurantbetreiber zur freien Verfügung übrig. Ich habe diese Rechnung nur darum aufgemacht um so manchen Träumern aufzuzeigen, daß man nicht einfach ein Restaurant oder eine Wirtschaft aufmachen kann und glaubt, dann würden die Goldtaler vom Himmel fallen. Ein Restaurant zu betreiben ist harte Arbeit und erfordert viel Liebe zum Beruf. Jedenfalls wünsche ich diesem Paar viel Erfolg und alles Gute!

  2. Das ist Milchmädchenrechnen aus der Realschule.
    Wieso nimmst du 7% Verzinsung? Weil eine paraguayische Bank das zahlt? Warum schenkst du der Einlagensicherung der hiesigen Banken keine Aufmerksamkeit und lässt das nicht in deine Überlegungen einfliessen?
    Wenn sie 300.000 usd investiert gaben, dann wohl in ein Objekt das Ihnen gehört….das ist eine zusätzliche Sicherheit verglichen mit einer Bank.
    Alles hinkt……wer so überlegt kann nur verlieren.

    1. Albert, von kaufmännischem Rechnen haben Sie offensichtlich nicht viel Ahnung. Was hat die Einlagensicherung mit der Renditeberechnung zu tun? Außerdem hatte ich auf dieses Argument bei einer Bankanlage absichtlich verzichtet, da bei einem solchen Denken jeder von vornherein zum Entschluß kommt, nicht mehr in der Wirtschaft zu investieren sondern nur noch sein Bares auf der Bank zu deponieren. Allerdings ist diese Güter- und Risikoabwägung schon sehr zu überlegen, vor allem für Einwanderer die bereits in der zweiten Hälfte ihres Lebens stehen. Die Investition in einen Betrieb wie ein Restaurant stellt nur eine geringe Sicherheit dar und wird daher in Deutschland grundsätzlich nicht gerne beliehen. In Paraguay dürfte das nicht anders sein. Im Falle einer Insolvenz können noch max 40-50 % des Inventars und der Betriebsausstattung realisiert werden. Betriebsausstattung hat lediglich eine Abschreibungsdauer von 5 Jahren. Also ein absolutes Verlustgeschäft. Sie können sich auf meine Aussage ruhig verlassen, denn ich war in Deutschland beinahe 30 Jahre im Invest- und Kreditberatungsbereich tätig und weiß wovon ich rede.

  3. Ahhh lieber Manni, DAS ist ein interessanter Punkt:
    “ 30 Jahre im Invest- und Kreditberatungsbereich“
    Nun weiss ich Bescheid…..

    1. Diese mehr als dummen Unterstellungen können Sie sich sparen! Genau genommen war ich als selbständiger Baufinanzierungsberater für Gewerbeimmobilien tätig. Mein Partner waren dabei die Volksbanken, Sparkassen, Landesgirokasse und überregionale Hypothekenbanken und hatte bis zu meiner Auswanderung dort einen guten Ruf. Und nun treffe ich in Paraguay auf Landsleute, die nicht mal auf drei zählen können aber stets bereit sind andere zu diffamieren und zu beleidigen. Nein, mit solchen Leuten hatte ich tatsächlich in meinem Leben in Deutschland nie etwas zu tun, wollte ich auch nicht und möchte ich auch hier niemals etwas zu tun haben.

  4. jup, getroffene Hunde und so, denn genau gesagt habe ich doch nichts diffamierendes geschrieben,oder? Nur dass ich Bescheid weiss?

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