Chaco: 1.100 Indigene nun im Besitz von Geldkarten

Filadelfia: Um die Auszahlung der wiederkehrenden Stütze zu vereinfachen, wurden nun an die Begünstigten Bankomat-Karten ausgegeben. Die Geschäfte im Umkreis wird es freuen.

Insgesamt 1.100 Familien der indigenen Gemeinschaften Ujhe’lavos und Yvopeyrenda in Filadelfia erhielten gestern die Geldkarten, um ohne großen staatlichen Aufwand die Zahlungen des sozialen Programmes Tekoporã erhalten zu können.

Wie das Ministerium für soziale Entwicklung meldete werden so 495.300.000 Guaranies an die betroffenen Familien ausgezahlt und kommen dadurch umgehend in den Handel des Departements Boquerón. Im Departement Boquerón sind fast 5.000 Familien Empfänger der staatlichen Unterstützung.

Wochenblatt / MDS

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9 Kommentare zu “Chaco: 1.100 Indigene nun im Besitz von Geldkarten

  1. Ja, aber, so eine Kreditkarte heißt ja Kreditkarte, weil man dann ein Jahr Zeit dafür hat die Kosten dafür zu bezahlen, dass man eine Kreditkarte haben darf. Kostet nur 50 USD pro Jahr, das Stück Plastik.
    Dann kann man damit auch noch bezahlen und muss das dann doch alles selbst bezahlen plus Zinsen. Am besten noch damit im Internet bezahlen.
    Die Idee dahinter finde ich ja schon gut, vor allem in einem Land wo es etwas gefährlich ist mit mehr als 10.000 Gs. in bar in der Brieftasche herum zu laufen, noch besser finde ich die Idee für die findigen Kreditverleiher.
    Selbst wenn ich eine Kreditkarte bekommen würde, bin ja leider bei der Gesichtskontrolle durchgefallen, würde ich darauf verzichten: ich brauch keinen Kredit, denn gerade wenn man man’s nicht hat sollte man darauf verzichten.
    Die einzige Form von Kredit, die einem nicht in den finanziellen Ruin treibt ist in Bildung und Investition, diese Konsumkredite machen nur noch mehr Leute noch ärmer als dass sie schon sind.
    Da bin ich nicht einmal traurig, dass ich nun kein Kredit für einen Kredit für ein Auto bekomme, da ich ohne Kreditkarte kreditunwürdig drein schaue.
    Habe für diese Falle ja immer noch meine Kontokorrent-Karte auf Lager, hehehehe.

      1. Ja, das Wort Kreditkarte ist etwas zweideutig. Wahrscheinlich wurden eher Debitkarten ausgestellt.

  2. na dann bin ich mal gespannt wie lange die bankomaten dann funktionieren weil die bedienung ist ja nicht die leichteste gerade von einer volksschicht die damit ja eigentlich gar keinen umgang erfahrt. naja, kann man nur hoffen das das geld dann auch wirklich dort ankommt wo es ankommen soll. ich hätte jedem einen gratis TIGO chip gegeben und dort hätte er es jeden monat per girotigo empfangen können. wäre einfacher und kosteneffizienter meiner ansicht. aber der staat wollte da sicher keine privatfirma mit im boot haben, somit werden die debit-karten von der BNF sein.

    1. Ja, ich glaube das ist richtig, alle Gehaltsauszahlungen des öffentlichen Dienstes wie zB. Rentenauszahlung erfolgt über die BNF.

  3. Ist generell eine faire Lösung mit den Karten, so werden die vollen Beträge Gutgeschrieben und es fehlt nicht immer wieder mal 50000Gs bei der Barübergabe auf den Auszahlungsstellen

  4. und da fallen dann auch mindestens die Bankomatgebühren über 25.000 an + eventuell Gebühren der Kartenbanken?

    1. Gebühren Bankautomaten:
      Debit- oder Kreditkarte am Automat des Kartenausstellers 0,00 PYG
      Debitkarte am Automat einer anderen Bank z.Z. ca. 6.500 PYG
      Kreditkarte am Automat einer anderen Bank 25.000 PYG.
      Bankgebühren für inländische Geldabhebungen, außer den oben aufgeführten, gibt es hier nicht.
      Die Debitkarten werden durch die BNF ausgegeben und dazu gibt es auch genug ATMs um das Geld zu holen.
      Also wozu die Aufregung?

  5. Ist eine gute Sache für die Verwaltung.
    Ob die Menschen damit umgehen können ist noch Frage.An den Automaten werden sie sich bald auskennen.
    Ist es eine Kreditkarte mit Kreditrahmen, dann kommt für viele die Schuldenfalle, in Deutschland wie in Paraguay!…
    Vermutlich wird es eine Debikarte ohne Kreditrahmen auf Guthabenbasis geführt sein.
    Hier lauert Gebührenfalle, sie werden weniger haben vorher.Das gute sehe ich mit gemischten Gefühlen für die Betroffenen.Mehr Sicherheit weniger Geld!

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