Chaco: Minderjährige ohne Wasser und Nahrung in Neuland

Kolonie Neuland: Vier indigene Kinder arbeiteten in einem Betrieb zur Kohleherstellung. Sie bekamen dort weder Nahrung noch Wasser. Polizeibeamte retteten die Ureinwohner.

Beamte der 8. Polizeistation aus Neuland berichteten, dass sie am Freitag vier indigene Kinder aufgegriffen hätten, die bei einer Routine-Patrouille entdeckt worden seien.

Die Jugendlichen erzählten, dass sie von einem gewissen “Silvero“ angeheuert worden seien, um in einer Kohlehandlung in der Region Pirizal, Bezirk Mariscal Estigarribia (Departement Boquerón) zu arbeiten.

Am 24. Januar begannen die Indigenen mit ihrer schweren Tätigkeit. Jedoch war der sogenannte Silvero kurze Zeit später nicht mehr vor Ort und ließ sie ohne Wasser und Nahrung zurück. Im Zuge dessen gaben die Indianer ihre Arbeit auf und verließen den Ort. In der Morgendämmerung des vergangenen Freitags wurden sie dann von der Polizeistreife aus Neuland aufgegriffen.

Weitere Nachforschungen ergaben, dass es sich bei dem mutmaßlichen Auftraggeber um Silverio Barrios Argüello handeln soll, der in Piribebuy geboren ist. Als Besitzer des kohleverarbeitenden Betriebs wurde Harder Sawatzky ermittelt. Er bezahlte Argüello 15 Millionen Guaranies, damit die Arbeiten zur Kohleherstellung ausgeführt werden.

Die vier Indigenen sind zwischen 15 und 17 Jahre alt. Drei von ihnen stammen aus dem Departement Caaguazú, einer aus San Pedro. Betreut werden alle von Beamten der 8. Polizeistation in Neuland. Die Staatsanwaltschaft, das Institut für den Schutz und Rechte von Indigenen (Indi) und weitere Behörden sind verständigt worden. Die Polizei recherchiert weitere Einzelheiten in dem Fall.

Wochenblatt / ABC Color

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