Chaos vorprogrammiert

Santa Rosa del Monday: Der Traktoren-Umzug hat begonnen, Straßensperrungen sind nicht mehr auszuschließen. Eine 5 bis 6 km lange Schlange von Traktoren und Landmaschinen hat sich am Straßenrand der Ruta 6 gebildet. Das Institut für ländliche Entwicklung (Indert), welches gestern erst den brasilianischen Produzenten bevorteilte, meldete heute, dass die Brasilianer Unregelmäßigkeiten bei ihren Dokumenten vorweisen würden.

Staatspräsident Lugo traf sich gestern Nachmittag mit Produzenten der Zone Ñacunday sowie dem brasilianischen Botschafter in seiner Residenz in Asunción. Der Innenminister entsandte 2.000 Polizisten die den nun gültigen Vertreibungsbefehl vollstrecken sollen. Bis dahin erbat sich Lugo allerdings Zeit die Dokumente einzusehen um eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Währenddessen vertrieben die Carperos (Campesinos) die Journalisten vor Ort. Victoriano López, der Anführer der Landlosen schlug auf die Reporter von SNT, CIM und La Nación ein. Eine Großzahl von Frauen und Kindern befinden sich unter den mehr als 600 Familien. Diese eventuell 1.800 – 2.500 Personen wollen, falls sie vertreiben werden, auf den umliegenden Straßen kampieren.

Tatsächlich aber nehmen sie sich ein Recht heraus was ihnen nicht zusteht. Bevor man die Frage stellt warum und besonders wie an einem 20. April 2011, genau 3 Jahr nach Lugos Wahlerfolg 2.500 Personen aus San Pedro nach Alto Paraná kommen, um da Land zu besetzen ist zu klären mit welchem Recht sie dieses tun. Ist das nicht die Pflicht des Staates? Ist man als Paraguayer denn berechtigt jeden freien Flecken Land zu besetzen?

(Wochenblatt)

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