Chipá, das traditionelle Essen während der Osterwoche

Asunción: Obwohl Chipá während des gesamten Jahres in Paraguay gegessen wird ist die Zubereitung sowie die Speisung dieser in der Osterwoche ein fester Brauch in vielen Familien.

Ein Paraguayer kann sich dank dieses Brauches kein Ostern ohne die Maismehl-haltige Backware vorstellen. Die Zutaten für die ausschließlich paraguayische Spezialität sind Stärke, Maismehl, Eier, Paraguaykäse, Schweinefett und Milch wenn es notwendig ist, kommentiert Doña Diana, eine Frau mit viel Erfahrung bei der Zubereitung.

Wenn auch in modernen Gerätschaften möglich wird die fertig gemischte und geknetete Masse in einem Lehm Ofen gebacken der auf Guaraní „Tatakua“ heißt und im Großteil der paraguayischen Haushalte zu finden ist. Die Chipas, in verschiedenen Formen werden auf den Blättern der Bananenstaude gebacken.

Bei der Zubereitung der Masse helfen standesgemäß alle Familienmitglieder. Wie Doña Diana präparieren auch viele andere große Mengen. Sie zum Beispiel benutzte für 230 Chipas 10 kg Maismehl, 18 kg Stärke, 120 Eier und 5 kg Schweinefett. Das familiäre Programm bis die ersten Chipas aus dem Ofen kamen dauerte 5 Stunden.

(Wochenblatt / IPP)

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13 Kommentare zu “Chipá, das traditionelle Essen während der Osterwoche

  1. Ja, und ich habe noch nie etwas gegessen das ekelhafter schmeckt außer dem sogenannten Paraguaykäse, der extrem nach Ammoniak schmeckt. Eine typisch paraguayische Spezialität halt, etwas das andere Leute nie essen sondern einfach zur Giftmülldeponie bringen würden….

    1. Bin zwar auch nicht gerade Fan vom PY Kaese , ausser man nimmt ihn zum ueberbacken , und paniert ist er schon in Ordnung ! ; aber Chipa ist nun aber manchmal ganz lecker !!
      Und Geschmaecker sind zum Glueck unterschiedlich !

  2. @Cowboy Chris: Leider muss ich dir völlig Recht geben. Wer sich gesund und ausgewogen ernähren möchte, ist hier wirklich im falschen Land. Stabilisatoren, Antibiotika, Pflanzenschutzmittel…. Du isst nur Gift hier. Abgesehen davon will ich kein Zucker in meinem Kaffee, ich will kein Backtriebmittel was meinem Mehl grundsätzlich beigemischt wird, aber ich kann mich auch nicht von den paar ungespritzen Pflänzchen ernähren die in meinem Garten wachsen. Will ich vor allem nicht! Wenn ich es wollte, würde ich mehr anbauen, denn sie gedeihen gut… ohne Gift! Was die Menschen hier an Chipa so toll finden, weiß ich auch nicht… Der Hunger treibt es rein und wenn man es nicht besser weiß, dann panscht man halt alles irgendwie zusammen und klebt einen Stempel “Tradition” drauf… Meine Nachbarn bestellen jedenfalls stündlich neue lockere Hefezöpfe für die Feiertage…

  3. @Nicole
    “Stabilisatoren, Antibiotika, Pflanzenschutzmittel”
    Genau das ist es was mich so ärgert, derade WEIL diese Dinge hier ZU WENIG benutzt werden, sind die Lebensmittel so …… Naja ausgenommen vielleicht Pflanzenschutzmittel. Aber mal ehrlich hier sieht doch fast kein Schwein oder Ring je einen Tierarzt der ihm Antibiotika gibt. Von daher haben die Viehcher hier ihr Leben lang sämtlich Krankheiten und am Ende schmeckt das geschlachtete Fleisch wenn man es überhaupt noch essen kann einfach nur ……

    Wenn die Paraguayer doch endlich mal lernen würde was das Wort INDUSTIRE bedeutet. Tierzucht erfordert viele Maschinen und Technik man kann nicht einfach ein dämliches Rind auf die Weide stellen und dann erwarten das man am Ende ein Fleischqualität wie aus einem deutschen oder europäischen Supermarkt bekommt…

  4. Liebe Leute,was soll diese Motzerei hier !? Warum seit ihr denn hier ?? Ihr könnt ja gehen, wenn es euch nicht passt ! Paraguay ist doch ein Entwicklungsland !!! Muss aber sagen, dass mir der Py. Käse auch nicht schmeckt. Die Chipas, naja, es gibt gute und schlechte ! Niemand ist gezwungen dieses Zeug zu essen !!! Meint ihr in Europa hätte es weniger Chemie und sogenante Haltbarmacher drin ?? Denkste !!! Wir essen doch auf der ganzen Welt nur noch Gift. Was die Tierhaltung betrifft, ja wo keine Liebe herrscht zu einem Tier kann man auch nichts ernten!!!

  5. Also, lieber Chris, ein europäisches Mastrind wiegt nach 9 Monaten mit Antibiotika, Glenbuterol und anderen Steroiden sowie reichlich Beruhigungsmittel – oft ohne je in seinem Leben das Sonnenlicht gesehen zu haben – rund 900 Kilo.
    Die Rinder meines Nachbarn stehen ganzjährig und ganztägig auf der Weide und fressen nur das selbst wachsende Grünfutter. Dafür wiegen sie nach 2 Jahren auch unter 500 Kilo.
    Zweimal im Jahr bekommen sie eine Spritze gegen die Krankheiten hier.
    Dann kommt der Fleischer und und schlachtet das (männliche) Rind. Dann wird es ein paar Stunden zum Ausbluten hin gehängt und anschließend zerteilt und verkauft.
    Die Paraguayer essen das dann sofort.
    Bekannte haben sich eine Kühlkammer mit 2 Grad gebaut und lassen das nochmals 14 Tage ausbluten.

    Ein solches Fleisch bekommst Du in DE weder für Geld noch gute Worte.

    Und – falls jemand fragt – Nein, ich verrate nicht, wo.

    1. ….100Punkte Joe, bin 100% Deiner Meinung,wir haben selbst Ochsen mast und essen nur unser eigenes Fleisch,da weiß ich was ich hab.Unsere Tiere sind nur auf der Weide, bekommen 3mal im Jahr eine Wurmkur und ihre Pflichtimpfungen. Keines unserer Tiere verlässt den Hof ohne die Karenzzeit von mindestens 8Wochen nach einer Impfe. Und was den Käso Paraguay angeht, da gibt es enorme Unterschiede, auch da muss man (Frau)wissen wo es guten Käso zu kaufen gibt.Ein richtig guter ist wie Mozzarella, Geschmacks und Geruchs neutral, hervorragend zum Italienischen Tomatensalat und auch zum Überbacken, eine Köstlichkeit.
      Mit oder ohne Käso und Chipa
      allen ein FROHES OSTERFEST

  6. Hola

    auch in Paraguay wird niemand mit vorgehaltener Waffe gezwungen etwas zu essen, was er nicht mag.
    Der Paraguayer liebt seine Chipa wie der Schwabe und der Bayer seine Brezel.
    De gustibus non est disputantum.

    Allerdings würde mich interessieren, warum @Cowboy Chris der Meinung ist, daß Tiere unbedingt Antibiotico bekommen müssen, außer sie sind krank.
    Natürlich wachsen sie damit schneller, aber wer möchte solches Fleisch essen ?
    Ich nicht.
    Unsere Tiere dürfen ruhig langsam wachsen, ohne Hormone, ohne Wachstumsbeschleuniger, usw.
    Sie werden geimpft und entwurmt, und behandelt, wenn sie krank sind.
    Nada más.
    Und das Fleisch ist immer hervorragend.
    Natürlich sollte man mit dem Schlachten nicht warten, bis z.B. die Kuh 14 Jahre alt ist und kein Kalb mehr bekommt.
    Und genau dieses Fleisch bekommt ihr, wenn ihr im Supermarkt einkauft.
    Denn das “gute” Fleisch geht in den Export.
    Queso paraguay steht auch bei mir nicht ganz oben auf der Beliebheitsliste, aber bei Chipa gibt es wirklich Riesenunerschiede.

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