Colonia Bergthal: Bildungsreform mit Bagger beendet

Colonia Bergthal: Da es besonders den älteren Mitgliedern der Zivilgesellschaft Bergthal nicht passt, dass eine neue Privatschule, vom Kultusministerium anerkannt, auch ihre Kinder mit unterrichten soll, wurde diese kurzerhand abgerissen.

Der Bau des neuen Hauptgebäudes der Grundschule Nr. 3399 wurde unterbrochen, nachdem die Verwaltung der Kolonie Bergthal, deren ältere Vertreter sich gegen die Arbeiten aussprechen, eine Klage eingereicht hatten. Der Konflikt entstand, nachdem eine große Gruppe der Zivilgesellschaft einen neuen Tempel für vielfältigere religiöse Dienstleistungen für die Allgemeinheit gebaut hatte.

Die neue religiöse Gruppe initiierte auch den Bau einer modernen, vom Kultusministerium anerkannten Bildungseinrichtung, deren Hauptziel es ist, Kinder mennonitischer Abstammung in das Bildungssystem einzubeziehen und die Einrichtung für alle anderen Schulkinder unabhängig von Hautfarbe, Rasse oder religiösem Bekenntnis zu öffnen.

Diese Situation hätte den Mitgliedern der Zivilverwaltung, die die Eigentumsrechte an dem Gebiet besitzen, nicht gefallen und sie forderten die Aussetzung der Arbeiten. Da sie jedoch nicht gehört wurden schufen sie heute Morgen um 07:00 Uhr selber Fakten und ließen die halbfertige Schule komplett abreißen. Die Polizei konnte dabei nur zuschauen, da es sich um Privatgelände handelt.

Einer der Vertreter der Zivilverwaltung der Kolonie Bergthal, Albert Hildebrand, gab an, dass der frühere Pächter des Grundstücks, auf dem sich die Kirche und die Schule befinden, Beitragsrückstände gegenüber der Verwaltung und Verwarnungen wegen Fehlverhaltens innerhalb der Kolonie hat und dass sie in Anbetracht dieser Situation beschlossen haben, die Arbeiten auf dem Gelände einzustellen.

Er bestritt, dass der Konflikt in der Region auf religiöse Fragen und die Ablehnung der Integration von Kindern, die keine Mennoniten sind, in die Gesellschaft zurückzuführen sei.

Er erläuterte, dass die Kolonie über etwa 10.000 Hektar Land verfüge, das auf den Namen der Zivilgesellschaft tituliert sei, und dass die Mitglieder der Kolonie das Recht hätten, das Land an andere Personen zu übertragen, sofern es sich um Ureinwohner des Ortes handele.

Er erläuterte, dass der erste Eigentümer des fraglichen Grundstücks Bernardo Krahn war, der seine Rechte später an die Mitglieder der neuen Kirche und der Schule übertrug, dass aber bei der Verwaltung der Kolonie erhebliche Beitragsschulden zurückblieben und dass sie deshalb die von Krahn vorgenommene Übertragung an Dritte nicht anerkennen.

Er versicherte, dass das Einzige, was sie wollen, ist, dass Bernado Krahn die Beiträge zahlt und die juristische Maßnahme, die das Gebiet belastet, freigibt. Durch den Abriss der Schule haben sie jedoch das Gegenteil bewiesen, denn die Beitragsrückstände wurden immer noch nicht gezahlt.

In der Kolonie Bergthal unterhalten die Mennoniten mehrere Schulen ohne staatliche Anerkennung, in denen kein Spanisch gesprochen wird und keine paraguayische Flagge gehisst wird.

Wochenblatt / Facebook / Abc Color

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8 Kommentare zu “Colonia Bergthal: Bildungsreform mit Bagger beendet

  1. Ohne jetzt beide Seiten zu hören und die genauen Hintergründe zu kennen gehe ich zunaechst von einer guten und gelungenen Aktion aus.
    Es ist sicher interessant mehr darueber zu erfahren, insbesondere welche Kirche hier der Gegenspieler der Mennoiten ist?

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  2. Und wer baut hierzulande irgend etwas auf ein Grundstück, welches einem nicht gehört? Wie doof ist das denn? Nicht einmal die Polizei- und Justizbehörden haben Zutritt (außer bei richterlichem Befehl oder Anwesenheit der Staatsanwaltschaft, aus berechtigtem Grund oder selbstgestrickten Räubergeschichten hiesig Vollprofi-Prästeinzeitjustizbehörden). Selbst zum Müllabfackel- und Shwuddelihui-120dB-Abgeschwuddeli-Haufen direkt hinter dem Haus direkt neben dem Kinderspielplatz haben hiesig Vollprofi-Prästeinzeitjustizbehörden grundsätzlich keinen Zutritt.
    Wenn kein über Anwalt (kann auch Notar sein?) vertraglich zugesichertes Wegrecht zur Hütte dazu bekommst, so kommst im Streitfall mit dem Besitzer des Titulos nur noch mit Helikopter in zur Hütte.
    Dat weiß ja jedes Kind hierzulande. Der Abriss war vom Grundbesitzer vollkommen rechtens. Ich werde sicher niemals auf einem fremden Grundstück auch nur zwei Backsteine pflanzen.
    Wer eine Mauer um sein Grundstück baut, kann nie wissen, wer sich Jahre später auf der anderen Seite ansiedelt. Dann hat man keinen Zugang mehr zur anderen Seite seiner Mauer. Und das, wat sich dort ansiedelt, muss natürlich auch seine Nägel für Wäscheleine irgendwo einschlagen, eine Gäste-Pinkelmauer zur Verfügung stellen und seinen Müllabfackelhaufen irgend wo hin bauen. Dann kommen dann bald mal die Ameisen und Kakerlaken durch deine Mauer zu dir, die Ratten schaffen dat auch über die Mauer. Wenn man Glück hat baut dat, was da hingezogen ist, gar noch ein Shwuddeli-Hui-120dB-Quincho neben deine Mauer. Da kannst dein Grundstück eigentlich nur noch verschenken.
    Deshalb muss man im Paragauy (und auch Sambi und Gongo) folgende Regeln beachten: Abstand zum nächsten Eingeborenen: Minimum 20 Kilometer.
    Und alles, wat auf einem fremden Grundstück baust ist verloren.

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  3. Sieht wie in der Ucraine;ein Verwalter sagt das Bernardo Krahn erhebliche beitrachtschulden hat bei der Verwaltung,was ist das eigendlich?.Fast sicher wurde Bernardo,auch andere dazu alles bezahlen wenn die Verwalter es denen zeigen konnten wo die viele millionen $ geblieben sind was die Verwaltung verlangt von Ihnen zu bezahlen;aber sie koennen nicht.Ueber 6 jahre ist die summe gut angestiegen.Alle Landbesitzer bekammen zu der zeit einjeder ein weiszes zettelchen wo droben stand soviel bist du schuldig aber keine erklaerung,warum;oder wer die erhebliche Summen hatte lassen verdunsten auch nicht;es sieht aus das viel mehr Schulen fehlen das es nicht immer wieder vorkommt das die Verwaltung nicht erklaeren kan wer die Viele $$$ mitgenohmen hat.

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