Coronavirus: Maßnahmen der Regierung haben wohl fatale Auswirkungen auf eine Million Arbeitsplätze

Asunción: Die getroffenen Maßnahmen der Regierung, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern oder zu verringern, könnte fatale Auswirkungen auf eine Million Arbeitsplätze haben. Ein Forschungsinstitut hat dazu Analysen durchgeführt.

Eine vom Beratungsunternehmen Mentu durchgeführte Analyse schätzt, dass die von der Regierung beschlossene Einstellung der Aktivitäten in einigen Sektoren für 15 Tage – zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) – direkte Auswirkungen auf eine Million Arbeitnehmer haben könnte.

„Handel, Hotels und Restaurants beschäftigen ungefähr 1 Million Menschen, die direkt von der geringsten Dynamik betroffen wären“, berichtet Mentu.

Im gleichen Sinne bekräftigt das Institut, dass Finanzinstitute eine größere Nachfrage nach Krediten haben würden und die Zahlungsrückstände steigen könnten. Ebenso könne der Umsatz mit chemisch-pharmazeutischen Produkten erheblich zunehmen, fügt man hinzu.

Bezüglich der internationalen Auswirkungen hebt Mentu hervor, dass die Unsicherheit, die durch die weltweite Ausweitung der Pandemie ausgelöst wurde, den US-Dollar gegenüber den Währungen anderer Länder gestärkt habe.

Infolge der Aufwertung der US-Währung seien importierte Produkte – in der Regel in US-Dollar gekauft – teurer geworden.

Nach der vom oben genannten Beratungsinstitut erstellten Analyse sind die Steuereinnahmen des Landes aufgrund eines geringeren Imports von Produkten gefährdet.

„Der US-Dollar stärkt sich gegenüber anderen Währungen, was die Preise für importierte Waren nach oben drückt, die Importe verringert und die lokalen Zolleinnahmen beeinträchtigen würde“, heißt es in dem Bericht.

Das Manuskript fügt hinzu: „Der Abwärtsdruck auf die Preise für Agrarrohstoffe würde den Eintritt von Devisen einschränken. In Anbetracht dessen wird erwartet, dass sich die wirtschaftliche Dynamik im März verringern wird, was sich auf das Wachstum im ersten Quartal 2020 auswirkt“.

Der Ökonom und ehemalige Finanzminister Manuel Ferreira veröffentlichte über seinen Twitter-Account einen Überblick über die Auswirkungen des Coronavirus auf internationaler und lokaler Ebene.

Der Experte behauptet, dass die Ausbreitung des Virus in China die Aktivitäten gelähmt und die industrielle Produktion des asiatischen Riesen verringert habe.

Diese Tatsache führte laut Ferreira weltweit zu einem Mangel an Produkten und zu einer Volatilität der Preise für finanzielle Vermögenswerte.

In Bezug auf Paraguay spricht der ehemalige Minister von einer Verzögerung bei der Ankunft importierter Produkte aus China nach Paraguay aufgrund der langsamen Abfertigung in den Häfen.

„Paraguay importiert Produkte für rund 4 Milliarden USD aus China, hauptsächlich solche, die an der Grenze zu Brasilien verkauft werden (Elektronik)“, sagte Ferreira.

Wochenblatt / ABC Color

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