Das gestohlene “Licht“ am See der Republik

Ciudad del Este: Täglich werden um den See der Republik in der Hauptstadt von Alto Paraná Sparlampen von Dieben gestohlen. Mittlerweile erreichen die Kosten durch das fehlende “Licht“ astronomische Summen.

Die Bürgermeisterin von Ciudad del Este, Sandra McLeod de Zacarias, berichtete, dass von der Stadtverwaltung vor kurzem 450 neue Lampen platziert worden seien, um die gestohlenen zu ersetzen.

Im vergangenen Jahr schon wurde die Firma Ita Moroti SA mit der Wiederherstellung der Elektroinstallation in Parks und öffentlichen Anlagen der Stadt beauftragt. 369.958.650 Guaranies gab die Kommune dafür aus.

Vor einigen Wochen wurde ein Indigener von Überwachungskameras gefilmt, wie er Beleuchtungseinrichtungen an der Straße Bernardino Caballero stahl. Dieselbe Situation wiederholt sich täglich am See der Republik, dicht bevölkert von Familien, um ihre Freizeit zu genießen oder Sport zu treiben. Während der Nachtstunden herrscht hier jedoch tiefe Dunkelheit. Keiner wagt sich mehr aus Angst vor Überfällen in den Park.

Mittlerweile ersetzte die Stadtverwaltung im Laufe der Zeit insgesamt 450 Sparlampen. Erst letzte Woche waren es 80 Beleuchtungskörper, die den Etat der Gemeinde mit 20 Millionen Guaranies belasteten.

Das Angebot von der Firma Moroti SA für den Austausch von Lampen und weiteren Arbeiten im Elektrobereich wurde anfänglich vom Gemeinderat abgelehnt. Von Seiten der Justiz erfolgte eine Annullierung der Sitzung, sodass der Zuschlag schließlich doch noch erfolgte.

Die Ratsmitglieder hatten argumentiert, dass nicht alle entsprechenden Dokumente über die genaue Ausführung der Arbeiten vorgelegen hätte.

McLeod versicherte, dass sie die Nationalpolizei erneut auffordern werde, die Sicherheit im Bereich des Sees der Republik zu erhöhen. Sie forderte die Bürger auf, zur Sensibilisierung beizutragen, weil die Diebstähle den Steuerzahlern schaden.

„Die Täter rauben die Sicherheit des Ortes. Ich fordere die Öffentlichkeit auf, uns anzuschließen und das Bewusstsein zu schärfen. Es wird mehr ausgegeben als gebraucht wird und es entsteht Unsicherheit. Es ist der Steuerzahler, der zehn Mal für den gleichen Fokus zahlt, der bereits gekauft wurde, aber immer wieder gestohlen wird“, betonte McLeod.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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9 Kommentare zu “Das gestohlene “Licht“ am See der Republik

  1. Sind das Gluehlampen aus Gold? 80 „Birnen“ kosten 20 Millionen, wer da wohl wieder Geld in die eigenen Taschen lenkt. Diese Familie der Buergermeisterin ist ja fuer kriminelle Machenschaften bekannt.

  2. Da hilft wohl nur die Sparlampen anzunageln, der Appell zur Sensibilisierung kann wohl nur wie gewohnt mit einem dämlichen Grinsen und mehreren „sí, señor“ quittiert werden, die wenigen Steuerzahler im Lande haben ja genug Plata und selbst hat man trotz vielem Herumsitzen und TV-schaun keines.

  3. Wenn alle ihre Energiesparlampe haben, hört das stehlen von alleine auf.
    Ja gut ab und zu geht wieder eine kaputt, ja dann holt man sich wieder eine, aber es ist dann nicht gerade so, dass alles dunkeln wirt.

  4. Da wäre es doch toll ein Energiesparlampengeschäft mit nebenbei Messgeräten zur Luftverschmutzung zu eröffnen. Die Gesetze wurden von oben schon vorgegeben, zusätzlich braucht man dann noch jemanden auf Seiten der Justiz, der jede politische Sitzung gegen mich zu meinen Gunsten umdreht, wie ich hier im Artikel lese? Wie ist das zu verstehen, hier sind die Infos sehr dürftig!
    Insgesamt ist es jedenfalls das, was heute als Unternehmertum verstanden wird und je mehr von frei geschrien wird, desto weniger ist es so. In Paraguay und vor allem in der CDE läuft viel mehr falsch und vor allem schon von oben her begonnen und dies ist der wirkliche Grund, warum hier eigentlich nichts funktioniert.

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