“Das Gold gehört uns“

Dass es in Paso Yobai, Departement Guairá, Gold gibt, ist sicher, denn die Firma Latin American Mineral SA (LAMPA) hat schon einige Goldbarren nach Kanada geschickt. Nun will der Konzern sein Ausbeutungsgebiet erweitern, das wollen aber die Einheimischen verhindern weil sie selber schürfen wollen.

Juan Carlos Benitez, Vertreter der LAMPA, beschuldigte die Demonstranten, sie seien im Unrecht. Derzeit hat die LAMPA einen gültigen Vertrag, 6.400 Hektar zur Goldförderung zu nutzen, mit der Option, diesen auf 15.000 Hektar zu erweitern. Die Einheimischen behaupten, das ausländische Unternehmen verletze staatliche und soziale Komponenten.

Am Mittwoch demonstrierten rund 2.200 Einheimische vor den Toren am Firmensitz der LAMPA, im Bereich von Coronel Cubas, etwa acht Kilometer von Paso Yobai entfernt. Unter ihnen war auch der Gouverneur von Guairá, Rodolfo Friedmann. „Wir haben das Gold, es gehört uns und ist unser Eigentum“, sagte Oscar Chávez, Landrat für den Bezirk der ANR. Er fügte hinzu, die LAMPA hätte genug Land zum Ausbeuten und bräuchte nicht noch mehr. „Das Vizeministerium für Bergbau und Energie hat die Angelegenheit unter sich, die Menschen hier in der Gegend profitieren von dem Boom. Wir trampeln auch niemanden nieder, aber wir wollen auf unserem eigenen Land arbeiten. Das Volk ist souverän und hat auch bestehende Gesetze, wie der Schutz des Eigentums“, sagte Rodolfo Friedmann.

Benitez beschuldigte die Demonstranten, Schäden am Werkstor verursacht zu haben. „Wir haben alle Dokumente in Ordnung und halten alle gültigen Verträge ein“, sagte er.

Quelle: ABC Color