Das ist wahres Glück

Asunción: Über Jahre haben mehr als 100 Familien die alte Küstenstraße illegal besetzt und nun werden sie legale Eigentümer von neu errichteten Häusern in der näheren Umgebung. Das Beste: Sie zahlen dafür gar nichts.

Während ein hoher Prozentsatz an arbeitenden Familien in Häusern und Wohnungen fern ihres Arbeitsplatzes lebt, und die Bürokratie den Zugang zu einem Hauskredit in Arbeitsplatznähe erschwert, zeigt der Staat seine Großzügigkeit gegenüber denen, die seit Jahren öffentliche Straßen und Plätze besetzen sowie Grünflächen zerstören.

So auch im Fall der 96 Familien, die illegal auf der altern Küstenstraße hinter dem Cabildo lebten und nach einem Brand zu Weihnachten auf der Plaza de Armas ihre Sperrholzhütten errichtet haben.

Weit entfernt die Problematik der illegalen Besetzung zu lösen, wird nun ein Plan vorbereitet, wodurch diese Menschen ein Haus in unmittelbarer Nähe erhalten und dann legal da leben dürfen, ohne jemals dafür gearbeitet zu haben. Das Wohnungsbauministerium erwartet, dass die Stadtverwaltung ein Grundstück mit 2,5 ha Größe ihnen überlässt, worauf 96 Häuser im Wert von jeweils 75 Millionen Guaranies gebaut werden sollen. Dies ging nur deswegen, weil die Bewohner die Forderung stellten, dass der neue Wohnort maximal 10 km von der Chacarita entfernt sein darf. Der Staat wird die neuen Hauseigentümer nicht an der Rechnungsbegleichung einbeziehen, womit es zu einem Geschenk wird.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Das ist wahres Glück

  1. Das ist die „paraguayische Gerechtigkeit“. Diebe, Strolche. Landbesetzer und Korrupties haben stets die besten Chancen gut davon zu kommen. Dagegen müssen ehrliche, hart arbeitende Bürger, die meistens ihre Steuern und IPS Beiträge bezahlt haben darum bangen, ob sie mit Eintritt in das Rentenalter überhaupt jemals eine Rente bekommen. Eine Logik für Dumme!

  2. wir wissen ja wie es läuft. Die Neuhausbesitzer werden ihre 1-Zimmerhäuser für 2Mio. vermieten und werden somit weiterhin und wie gehabt die Stadt vermüllen. Während man eh nur doof rumsitzt, können die Kinder dann weiter anschaffen. Die Nähe zur Kundschaft dürfte der Hauptgrund sein, warum von Satdtseite so verfahren wird.

  3. Da ist ein politiker wieder gleichzeitig bauunternehmer. Funktioniert ja auch wenn politiker gleich pharmareferent oder asylangestellter ist. Tabesa, biggie markt und gender. Da geht was. Freier markt, möglichkeiten, chancen. Auf, auf. Nicht faul sein schaffe, schaffe, hier kann der pflichtbewusste bürger die reichsten 10000 noch reicher machen.

  4. Ob es wohl Nachahmer gibt bzgl. Feuerchen? In Bañado Sur gibt es ähnliche Zustände, die werden alle neidisch sein. Einmal mit so was angefangen, erzeugt man nur weitere Probleme.

  5. Wenn das keine Nachahmer findet und weitere arme Menschen in die Hauptstadt lockt. Ich bin schon dafür, dass der Staat spr. der Steuerzahler*in armen Menschen hilft, aber nicht so. Mit diesen neuen Behausungen werden sie trotzdem noch keinen geregelten Arbeitsplatz haben. Die Stadtverwaltung würde besser solch Unterkünfte als vorübergehende Lösung bauen, damit die Menschen sich eine Zeitlang sich in sozialer Sicherheit wiegen können und in ihren psychologischen, sicherheits und sozialen Bedürfnissen abgestützt sind, dann aber den Finger raus nehmen und sich Arbeit suchen. So wird das nix.

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