Das neue “Vaterunser“

Vatikanstadt: Die Italienische Bischofskonferenz (CEI) hat in ihrer Generalversammlung eine neue Fassung des vom Paps Franziskus gebilligten Römischen Messbuchs verabschiedet.

Es kommt dabei zu Änderungen bei dem Vaterunser und Gloria.

Der Erzbischof Adalberto Martinez aus Villarrica und Vorsitzender der Paraguayischen Bischofskonferenz (CEP), sagte, man werde eine Versammlung einberufen und über das Thema diskutieren.

Der Papst änderte den Teil des Gebets in italienischer Sprache, in dem es heißt: “Lassen Sie uns nicht in Versuchung geraten”. Von nun an sollte es transkribiert werden mit “Lasst uns nicht in Versuchung geraten”.

16 Jahre dauerte die Studie, um die Interpretation der Bibel zu verbessern. Angeblich würde der Satz, bevor er geändert wurde, darauf hindeuten, dass Gott Versuchungen hervorruft.

Franziskus sprach zu diesem Thema im Jahr 2017 und argumentierte, dass die Übersetzungen der Sätze ins Englische und in andere Sprachen “nicht gut” seien.

„Es ist nicht Gott, der mich in Versuchung treibt. Ein Vater tut dies nicht, ein Vater hilft schnell aufzustehen, und Satan ist derjenige, der Sie in Versuchung führt”, erklärte er.

Die Bischofskonferenzen der Welt können wählen, ob sie der Entscheidung der Bischöfe Italiens folgen, das am weitesten verbreiteten Gebet des Katholizismus zu ändern.

Zu diesem Thema sagte Martinez weiter, dass die Paraguayische Bischofskonferenz über eine Änderung des Vaterunsers beraten werde. Er fügte an, dass dieser Vorschlag des Papstes aber sicherlich keine Diskussionen aufwerfen werde, weil es nur eine kleine Änderung herbeiführe, die durchaus sinnvoll sei.

Wochenblatt / ABC Color / Paraguay.com

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9 Kommentare zu “Das neue “Vaterunser“

  1. Richtig ist es schon, das Vaterunser an der zur Disposition stehenden Zeile endlich zu berichtigen. Viele Christen, auch ich, haben sich schon immer gefragt, wie es sein kann, daß “Gott uns in Versuchung” führen wollte. Aber so ist das nun mal, niemand macht sich klare Gedanken über Aussagen, ob nun in der Bibel oder anderswo. Meiner Meinung nach müßte der Bibeltext wie folgt lauten: “…. und bewahre uns in Zeiten der Versuchung…” denn wir Menschen werden täglich Versuchungen ausgesetzt, die uns vom rechten Weg abbringen sollen. Aber Gott wird es garantiert nicht sein, der die Menschen in Versuchung führt! Im übrigen hatte Jesus den Menschen das Vaterunser gelehrt, daß damit diese nicht sinnlos und endlos dahin plappern, nur weil sie mit Gebeten nichts anzufangen wissen. Auch gilt das Vaterunser für die gesamte Christenheit und nicht NUR FÜR DIE KATHOLIKEN! In der Bibel steht nichts davon, daß das Vaterunser nur für Katholiken gelten sollte – das wäre vielmehr ein Anmaßung!

  2. Ach Tatsächlich?
    Dann muss aber noch vieles andere geändert werden wie z.b:
    1Mo 22,1 Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.
    oder
    5Mo 8,2 Und gedenke des ganzen Weges, den dich der HERR, dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wüste, auf dass er dich demütigte und versuchte, damit kundwürde, was in deinem Herzen wäre, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.
    Am besten gleich ne neue Bibel dann klingelt der Beutel wieder.

  3. Wenn das mal nicht reicht!
    Soviel Verunglimpfung am Wort Gottes vom Stellvertreter Christi.

    Ich finde das reicht um das Feuer vom Himmel falle, im Sinne der Donnersöhne, die wir erwarten.

    Gruss

  4. Die Version “Und fuehre uns nicht in Versuchung…“ ist schon richtig. Denn wie bei Hiob laesst Gott dem Teufel unter Auflagen manchmal freie Hand die Glaeubigen zu versuchen. Gott fuehrt, aber der Teufel uebt die Versuchung aus (Taeter). Gott selber versucht nicht sonder laesst es aber zu. Nur den Glauben kann der Teufel nicht mit Gewalt entreissen.
    13Καὶ (And) μὴ (not) εἰσενέγκῃς (lead) ἡμᾶς (us) εἰς (into) πειρασμόν (temptation), … [und nicht fuehre uns in die Versuchung bzw in Versuchung] sollte der Originaltext lauten, obs jetzt der richtige Mehrheitstext ist oder der falsche Nestle Aland bleibt nachzuforschen. Im griechischen wird nicht unterschieden zwischen “testen“ und “versuchen“, aber das hebraeische unterscheidet zwischen “Test“, also Pruefung und “Versuchung“. Daher die Differenz weil das NT in Griechisch ist aber die zugrundeliegende Mentalitaet hebraeisch ist. Gott prueft sehr wohl damit wir u.a. wissen wie wiederstandsfaehig wir sind und wie geistlich reif. Im Falle Hiobs testet Gott Hiob, aber der Teufel verfuehrte diesen aktiv. Hiob bestand den Test und kam gestaerkt aus der Pruefung und Verfuehrung raus. “Und fuehre uns nicht in Pruefungen und Tests“ kann es heissen aber auch zugleicher Zeit “und fuehre uns nicht in Versuchungen“. Die Sache ist diese dass fleischliche Christen die im Fleische und der Welt wandeln frueher oder spaeter die Tests nicht bestehen und immer mehr in Suende fallen. Einem wahren Christen schaden die Pruefungen nichts und er gibt den Versuchungen nicht nach. Also der Test kommt von Gott um den Glaeubigen im Glauben wachsen zu lassen – die Versuchung kommt vom Teufel der den Glaeubigen versucht in Suende hineinzuziehen. Deswegen steht da folgend “und bewahre uns vor dem Ueblen“. Der Ueble ist der Teufel.

  5. Bevor ich an gottes wort zweifel werde so wuerde ich erst an meinen verstand zweifeln…
    Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; Sprüche 3.5
    wer bin ich den an dem was gott sagt zu ändern egal wieviele es tun.
    Seit dem suendenfall giebt es bibelkritik,Der verfuehrer versucht es auf jede erdenkliche weise von neuem wie bei Eva…sollte gott gesagt haben fluesstert er (vater unser und so weiter heute) und die menschen meinen bestimmen zu koennen was gott sagt,oh lasst euch nicht verfuehren.

  6. Zum Glück gibt es keine andere Probleme bei der katholischen Kirche. So lenkt man mal s chnell vom viele Tausendfachen Missbrauch dieser Götzendiener an Jungen, Mädchen, Frauen und Männern ab.

  7. Kongregation der Ursulinen

    Na, diese Problemchen möchte ich auch haben. Dazu noch 17 Jahre lang davor hocken, über eine Lösung brüten und mir mein bescheidenes Leben in Prunkbauten von Kirchensteuerzahler bezahlen lassen.
    Dabei müsste man gar nichts tun, denn Gott ist überall um uns, Gott ist alles was wir sehen und fühlen: Natur, Mensch, Zecken, Bibel, Teufel, Kekspackungen, die sich nicht aufmachen lassen, alles vom unfehlbaren Gott erschaffen, den er ist der Schöper, hat dies alles aus einem Topf geschöpt. Also soll sich niemand beklagen.
    Aber warum hat Gott überhaupt Natur, Mensch, Zecken, Bibel, den Teufel, Kekspackungen, die sich nicht aufmachen lassen, überhaupt erschaffen? Vielleicht hat er wenigstens nur den Einzeller erschaffen, denn das Rätzel der Entstehung des Lebens ist noch nicht gelöst. Aber warum hat er denn so kleine Dinger erfunden, die sich zu einem Stein angesammelt haben, der gar nicht lebt, da er kein Stoffwechselendprodukt an seine Umgebung abgibt?
    Jedenfalls kann man sagen, wenn an diesen alten abergläubischen Geschichten was Wahres dran ist und Gott alles erschaffen hat, dann hat er eben auch diesen missratenen Satz im Vater Unser erschaffen. Also den Satz hätte ich jetzt besser nicht abgeändert, denn jetzt wird Gott bestimmt böse sein, wenn man beginn an seinen Werken zu basteln und einfach anfängt Buchstaben in einen andere Reihenfolge zu stellen. Demnach müsste er schon bald wider kommen, das Weltuntergang naht, das Ende kommt, die Prophezeiungen der Scharlatane wird eintreffen, Hilfe, und das alles weil dieser blöde, faltige alte Sack so ein Sätzchen abgeändert hat. Das finde ich nun aber echt mies, wollte doch nächstes Jahr – noch vor Weltuntergang – die Kongregation der Ursulinen besuchen. Muss ich wohl auf nächste Woche vor verschieben.

  8. In der 27. Auflage des Nestle-Aland griechischen Textes werden in diesem Teil des Vater Unsers [alle markierten Stellen weggelassen]. Im Textus Receptus und Mehrheitstext findet man die weggelassenen Stellen in der Bibel. In [sind die Stellen weggelassen] im NA Text.
    Lk 11,2-4 [Unser] Vater, [der du bist im Himmel], geheiligt werde dein Name! Dein Reich komme! [Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden]. Gib uns täglich unser nötiges Brot! Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns etwas schuldig ist! Und führe uns nicht in Versuchung, [sondern erlöse uns von dem Bösen]!
    Folgende Bibeluebersetzungen sind nach dem jeweiligen Urtext Falsch (NA) oder Richtig (TR und MT): NA [Nestle-Aland falscher Urtext], TR (Textus Receptus. Richtig) und MT (Mehrheitstext. Richtig) sind die richtigen griechischen Texte.
    Schlachter 2000 TR (richtig); Luther 1545 TR (richtig), Luther 1912 TR (richtig), Luther 1984 NA (falsch. Mit diesem bin ich aufgewachsen); Zuercher 1932 NA (falsch); Alte Elberfelder NA (falsch); CSV Elberfelder NA (falsch); Revidierte Elberfelder NA (falsch); Oekumenische Einheitsuebersetzung NA (falsch); Gute Nachricht NA (falsch); Hoffnung fuer Alle NA (falsch); Neue Genfer 2003 NA (falsch).

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