Nach der Einreichung einer Anzeige des Finanzamtes wurde die Liste der Gemeinden und Gouverneursämter, die falsche Rechnungen von einem vermeintlichen „Superlieferanten“ erhalten hatten, veröffentlicht.
Es handelt sich um die Departementsverwaltung von Cordillera und die Städte Jesús de Tavarangué, Mbocayaty del Yhaguy, San Roque González de Santacruz, Mbuyapey, Juan de Mena, Fernando de la Mora, Gral. Patricio Escobar, Guarambaré, Isla Pucú, Tebicuary-mi, Santa Rosa, Misiones; Villeta, Yaguarón, San Alberto, Itauguá, Ypacaraí und Pirayú
Der Staatssekretär für Steuern gab heute Morgen die Einzelheiten der Operation „Facturación 2.0″ bekannt, bei der mehr als 1.600 Rechnungen mit falschem oder geklontem Inhalt entdeckt wurden. Nach der Präsentation wurden die Identitäten der Beteiligten bekannt gegeben.
Bei dem „Superdienstleister“ handelt es sich um Cristino Jara, dessen Firma angeblich Rechnungen im Wert von 57 Mrd. Guaranies ausgestellt hat, obwohl der Inhaber ein Achtzigjähriger ist, der bescheiden lebt und seine wirtschaftlichen Bewegungen nicht seinem Lebensstil entsprechen.
Die Regierung des Departements Cordillera erhielt ebenfalls 23 Rechnungen im Gesamtwert von mehr als 2,74 Mrd. Guaranies
Die Gemeinde Jesús de Tavarangué war diejenige, die die meisten „gefälschte“ Rechnungen erhielt, da ihre Konten laut der Liste angebliche Käufe im Gesamtwert von mehr als 12 Mrd. Guaranies aufwiesen.
Dieser Ort wird von Mbocayaty del Yhaguy verfolgt, der in 87 falschen Rechnungen angebliche Käufe im Wert von mehr als 4,822 Mrd. Guaranies tätigte. An dritter Stelle liegt San Roque González de Santa Cruz mit mehr als 4,716 Mrd. Guaranies.
Die Orte mit den meisten gefälschten Rechnungen waren jedoch Juan de Mena (76), Mbuyapey (73) und General Patricio Escobar (67), gefolgt von Guarambaré (60) und Isla Pucú (42)
Sechs Bürgermeistern wurden wiedergewählt
Die angeblich falschen Rechnungen wurden laut der Untersuchung in den letzten drei Jahren ausgestellt. Unter den betroffenen Bürgermeistern befinden sich mehrere, die bei den letzten Kommunalwahlen wiedergewählt wurden.
Es handelt sich um die Bürgermeister von San Roque González, Óscar Alberto Alfonzo (ANR); von Ypacaraí, Raúl Fernando Negrete Caballero (PLRA); von Yaguarón, Luis Gilberto Rodríguez Lugo (PLRA); von Villeta, Teodosio Romilio Gómez Ibáñez (PLRA); von San Alberto, Carlos Alberto Ramírez López (ANR), und von Fernando de la Mora, Alcides Ramon Riveros Candia (PLRA).
Die anderen Bürgermeister, die aus dem Amt scheiden und diesen „Schaden“ hinterlassen, sind: von Mbuyapey, Luis Alberto Aponte Guerrero (ANR); von Gral. Patricio Escobar, Elvio Reinerio Ruiz Díaz Florentín (ANR); von Mbocayaty del Yhaguy, Jacinto González Cantero (PLRA); von Tebicuary-mí, Vicente Javier González Benavente (ANR), und von Santa Rosa, Misiones, Arnaldo Agustín Valdez Noguera (PLRA).
Hinzu kommen Guido Ramón Gayoso Gamarra (PLRA) aus Pirayú, Julio César Antúnez Acosta (PLRA) aus Juan De Mena, Hernán Adolar Schlender Benítez (ANR) aus Jesús de Tavarangué, José Asunción Vallejos Servín (ANR) aus Guarambaré und Miguel Ángel Meza Acosta (PLRA) aus Itauguá.
Ein Bürgermeister, der sein Amt aufgab, aber seine Schwester als Nachfolgerin hinterließ, ist Hugo Alberto Fleitas Ovelar von der Liberalen Partei in Isla Pucú. Seine Nachfolgerin ist Sonia Fleitas, die ebenfalls der gleichen Partei angehört.
Andererseits ist Hugo Fleitas (PLRA) für das Gouverneursamt in den Cordillera zuständig.
Team der Staatsanwaltschaft soll gebildet werden
Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft, Liliana Alcaraz, kündigte an, dass man sich in den nächsten Stunden treffen werde, um das Team der Staatsanwaltschaft zu planen und zu bilden, das die Ermittlungen zu den Vorwürfen der Verwendung falscher Rechnungen durch Gemeinden und Gouverneursbüros aufnehmen soll. Sie lehnte es ab, einen voraussichtlichen Termin für den Abschluss der Überprüfungen zu nennen.
Sie fügte hinzu, dass sie das Staatssekretariat für Steuern (SET), den Rechnungshof der Republik (CGR) und die Nationale Direktion für das öffentliche Auftragswesen (DNCP) um Zusammenarbeit bitten werden.
Zu diesem Fall sagte Alcaraz, es handele sich um ein „komplexes System aufgrund der Größe und der Anzahl der beteiligten Lieferanten“. Sie sagte auch, dass die beteiligten Personen wegen verschiedener Straftaten strafrechtlich verfolgt würden.
Sie merkte auch an, dass es sich nach der vorläufigen Prüfung um eine ähnliche Fälschung handeln würde wie die, die bereits von der Behörde SET angeprangert wurde. Sie bekräftigte jedoch, dass „noch nie zuvor“ eine so große Anzahl falscher Rechnungen bei ihnen eingegangen sei und dass es sich dabei um viele Personen handele.
Wochenblatt / Abc Color











Bea
Heheh, der Inhaber ein Achtzigjähriger, der bescheiden lebt. Gut dass hiesig Behörden solche Machenschaften langsam auffallen. Doch tun können sie wahrscheinlich auch nichts, sind ja keine Justizangestellten und Letztere werden einfach nichts tun. Es scheint, dass man bei großen Betrugssummen einfach einen Teil davon abziehen muss, um damit alle beteiligten Amigos zur Vernunft zu bringen. Bei drei gestohlenen Pomelos ist die Deliktsumme dann doch etwas zu klein und schnell findet man sich in Tacumbu wieder. Vor dem Gesetz sind auch hierzulande alle gleich.