Das Trinkwasser bleibt ein Problem

Die Versorgung mit Trinkwasser ist ein ständiges Problem im Land, auch in Asunción, jeden Sommer beklagen Anwohner des Viertels Sajonia einen Mangel an Wasser, 20.000 Menschen leben in dem Gebiet. Manche hätten 24 Stunden lang eine geregelte Versorgung, andere wiederum nur in den Abendstunden.

Osmar Sarubbi, Präsident des staatlichen Wasserversorgers Essap, sagte, das Problem läge an dem exponentiellen Bevölkerungswachstum sowie an der Vielzahl der Menschen im Justizpalast, dort würden täglich 17.000 Leute ein und ausgehen. „Das Wassersystem wurde eigentlich für eine viel kleinere Anzahl von Nutzern ausgelegt“, betonte Sarubbi. Er fügte an, neue Leitungen würden nun verlegt, aber er könne nicht garantieren, dass das Problem vollständig innerhalb von einigen Tagen erledigt sei. Die Planungen laufen für eine Berechnung in den nächsten 50 Jahren um festzustellen, in welchem Umfang das Wassersystem geändert werden müsse.

Auch in San Lorenzo berichteten Einwohner, die Lage beim Trinkwasser wäre angespannt, meistens würde nur in der Nacht eine Versorgung möglich sein. Diese Probleme tauchen vielerorts auf, sie wären aber lösbar, wenn die Bewohner sich einen Wassertank als Pufferspeicher installieren würden und somit über ein Reservoir verfügen, das sie etwas unabhängiger von den Ausfällen der Essap machen würde.

Quelle: ABC Color