Das Trinkwasser wird knapp

Asunción: Wenn nicht in Kürze Maßnahmen für alternative Bezugsquellen von Trinkwasser umgesetzt werden, dürfte es vor allem in der Metropolregion, bedingt durch das Absinken des Spiegels vom Grundwasserleiter Patiño Aquifer, zu Engpässen kommen.

Die Gewinnung von Wasser und die Wiederauffüllung des Patiño Aquifer sind bisher nachhaltig. Jedoch sagen Prognosen aus, dass das Bevölkerungswachstum in dessen Einzugsgebiet zunehmen wird. Daher müssen dringend andere Bezugsquellen gesucht werden, um Engpässe zu vermeiden.

Dies erklärte der Direktor für den Schutz der Wasserressourcen des Ministeriums für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades), Ing. David Fariña.

„Derzeit gibt es wegen der guten Regenfälle wenig Probleme bei dem Patiño Aquifer, aber es wird schon mehr Trinkwasser entnommen als zugeführt, jedoch im vertretbaren Rahmen. Wir müssen aber berücksichtigen, dass die Projektionen in der Metropolregion von Asunción darauf hindeuten, dass die Bevölkerung zunimmt. Daher wird die Nachfrage nach Wasser sehr viel größer sein und in diesem Sinne haben Untersuchungen gezeigt, dass andere Bezugsquellen gesucht werden sollten. Der Grundwasserleiter Patiño Aquifer wird kurz- oder mittelfristig nicht mit der Anzahl der Menschen zurechtkommen, die das Gebiet haben wird“, sagte Fariña.

In Form einer Wasseraufbereitungsanlage nutzt der staatliche Versorger Essap den Paraguay-Fluss. Das sei, so Fariña eine Möglichkeit, wie auch Regenwasserzisternen, die als Alternativen gesehen werden sollten.

Er wies darauf hin, dass die Studie zwar nicht den genauen Zeitraum des Versorgungsproblems definiert habe, jedoch aufgrund der Zunahme der Nutzer dies in den 2030er oder 2040er Jahren der Fall sein könne, wenn es kein anderes Versorgungssystem gebe.

Das Süßwasserreservat umfasst die Departements Central und Paraguarí. Laut Fariña seien ungefähr 1.500.000 Nutzer davon abhängig. Darunter befinden sich Industrieanlagen, Unternehmen, Privatpersonen und Bewohner mit artesischen Brunnen.

Das Monitoring von Mades und des spanischen Beratungsunternehmens INCLAM bestätigte die Ergebnisse früherer Studien zu den hohen Nitrat- und Fäkalcoliformen im Grundwasserleiter. Eine Untersuchung der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der UNA ergab auch das Vorhandensein des Kraftstoffadditivs Methyl-tert-butylether (MTBE).

Unter den Maßnahmen, die nach der Schaffung eines interinstitutionellen Arbeitstisches für den Patiño Aquifer umgesetzt werden sollen, steht ganz oben auf der Liste die Analyse der Normen für eine Verordnung zum Bau und zur Installation von Brunnen.

Die Aktualisierung der Verwendung von Chemikalien und der Risikoparameter durch die Tankstellen wird ebenfalls in einem Arbeitstisch zwischen öffentlichen und privaten Stellen behandelt. Sie behaupten auch, dass eine gemeinsame Überwachungskampagne für Trinkwasserversorgungssysteme durchgeführt wird.

„Der Grundwasserleiter Patiño Aqifer wird kurz- oder mittelfristig nicht die Anzahl der Menschen in der Region versorgen können“, sagte Fariña.

Wochenblatt / Ultima Hora

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2 Kommentare zu “Das Trinkwasser wird knapp

  1. Blödsinn, wenn die Wasserunternehmen ihre Leitungen mal reparieren würden, gäbs genug Wasser, aber die lassen es ja schlicht auf die Strassen laufen?

    1. Richtig. In SanBer vor der Copaco gibt es den immerwärenden Rohrbruch und das seit 9 Jahren.
      Solange bin ich hier, aber vielleicht ist der ständige Rohrbruch auch schon ein paar Jahre älter.

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