Das versteinerte Holz

Capiatá: 300 Millionen Jahre haben in etwa ein versteinertes Holz gebraucht, bis es sich zu einem steinernen Fossil umwandelte. In Paraguay findet es bei Künstlern vielerlei Verwendung.

Einer von ihnen, Claudio Benitez, fertigt aus dem Material seit 15 Jahren Kunstskulpturen an. Fossiles Holz wurde durch vulkanische Aktivitäten im Laufe von Millionen Jahren zu einem Mineral. Jedoch blieb dabei die Grundstruktur vorhanden.

In einigen Teilen der Welt glaubt man an “magische Kräfte“ durch das versteinerte Holz. Andere wiederum denken, es seien Geschenke von einer Gottheit aus der Vergangenheit.

Benitez erklärte, ein vulkanischer Streifen führe durch die Städte Encarnación, Yuty, Caazapá, Villarrica, Caaguazú, Curuguaty und weiter in Richtung Norden nach Brasilien. Die Linie sei etwa 60 Meter breit und jede Zone, entsprechend ihrer Bedingungen, brächte andere Schattierungen bei dem Mineral hervor.

„Ich arbeite mit den Landwirten und Eigentümern zusammen, die in der vulkanischen Zone liegen. Die Härte von dem versteinerten Holz verhindert das Pflügen im Boden. Zusammen mit den Bauern holen wir das Material aus dem Boden und ich bringe es zu mir nach Hause“, erklärte Benitez.

Dort fertigt er Kunststücke an, auch wie es von den Kunden verlangt wird. „Manchmal sind es Tische, Stühle oder Medaillen. Egal was, ich erfülle jeden Wunsch“, betonte Benitez.

Je nach Schwierigkeitsgrad braucht er manchmal bis zu 15 Tagen bis ein Werk fertig ist. „Der Rohstoff ist nicht teuer. Aber die Arbeitszeit kostet. Das Material ist schwer zu bearbeiten. Ein oder zwei Kilo von dem versteinerten Holz kann schon zwischen 100.000 und 150.000 Guaranies erworben werden. Nach oben aber, je nach Art der Ausführung bei verschiedenen Aufträgen, gibt es fast keine Grenze“, sagte Benitez.

Er ist übrigens nicht der einzige Künstler für versteinertes Holz. In Capiatá und der näheren Umgebung haben sich viele in dieser Sparte spezialisiert.

Wochenblatt / ABC Color

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