Demonstration an Stroessners Geburtstag

Zeitgleich mit dem Geburtstag des verstorbenen Diktators Alfredo Stroessner in Paraguay (1912-2006) haben zwei Verbände von Journalisten einen Protestmarsch gegen die Straflosigkeit im Land organisiert.

Sie begann im Zentrum von Asunción und endete am Heldendenkmal. Die Vereinigung der Journalisten von Paraguay (SPP) und das Forum der Journalisten von Paraguay (FOPEP) organisierten die Demonstration. Sie protestierten gegen die begangenen Morde an Reportern, insgesamt 16 an der Zahl, die immer noch alle ungestraft sind. Der letzte trat vergangenen Monat auf, wir berichteten.

Martín Almada, ein Opfer der Diktatur zwischen 1954 und 1989 sagte, „wir kämpfen gegen die Straflosigkeit im Land, Schuldige müssen bestraft werden“. Die staatliche Kommission für Wahrheit und Gerechtigkeit (CJV) hat im Jahre 2008 veröffentlicht, dass 425 Personen getötet oder vermisst und 20.000 Gefangene während des Stroessner-Regimes gefoltert wurden. Weitere 20.814 Personen gingen in die politische Verbannung.

„Ich war 1000 Tage aus politischen Motiven im Gefängnis. Es gab damals keine freie Presse, niemand wusste etwas“, sagte Almada. Bei verschiedenen Opferklagen an unterschiedlichen Gerichten, unter anderem in Argentinien, kam nicht viel heraus. Es wurden zwar einige mutmaßliche Täter identifiziert, die meisten von Ihnen waren Polizisten, die sich aber immer noch frei in Paraguay bewegen können.

Seit 2008 gibt es jedoch kein weiteres Vorgehen der Strafbehörden. „Die Straflosigkeit im Land erzeugt mehr Korruption und Repression“, bedauerte Almada. Die Polizisten und das Militär hätten nur die Arbeit der Regierung ausgeführt, das “Gehirn“ dieser Anordnungen laufe heute noch frei herum, schloss er seine Ausführungen.

Quelle: Paraguay.com

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