Denunzianten unerwünscht

Ciudad del Este: Celso Miranda, einer der Stadtratsmitglieder, die als scharfe Opposition zum Zacarías Clan gelten, deckte eine vermeintliche Unterschlagung von Parkgebühren auf. Eine Richterin versuchte ihn des Platzes zu verweisen.

Miranda (Beitragsbild), der in Begleitung mit Anwälten im Justizpalast erschien, um an am Fenster der Rechnungsstelle eine Anzeige wegen Unterschlagung von Parkgegebühren in Höhe von umgerechnet 2 Millionen Euro zu machen, hatte seine Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Da die Stadt und alle ihre Institutionen, auch die Gerichte, vom Zacarías Clan kontrolliert werden, ist eine Anzeige gegen ihre Amtsausführung nicht gern gesehen.

Obwohl Miranda nur zu dem zuständigen Sekretariat gehen wollte, um da die besagte Anzeige einzureichen, was ihm als Stadtratsmitglied sehr wohl zusteht, tauchte unerwartet Richterin María Celeste Jara auf, und bat um polizeiliche Unterstützung bei der Reinigung des Flurs. Leute, die aufdringlich wirken, müssen also entfernt werden.

Miranda hat nicht bloß einfache Vermutungen, er ist im Besitz von Beweisen, dass über einen Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr 12,8 Milliarden Guaranies nicht in die Kassen der Stadt flossen. Da eben diese Beweise die Situation der Bürgermeisterin Sandra Mc Loed de Zacarías verkomplizieren könnten, wollte man den Antrag gar nicht erst annehmen.

Miranda erklärte, „dass es schon das zweite Mal ist, dass wir von Richterin María Celeste Jara schlecht behandelt werden. Wir wollen nur verhindern, dass der Fall nicht ohne Strafverfolgung endet – deswegen kommen wir mit Beweisen“.

Schlussendlich wurden sie nicht zwangsgeräumt und durften ihre Anzeige aufgeben. Inwiefern diese bearbeitet wird, bleibt abzuwarten.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Denunzianten unerwünscht

  1. Habe mal bei ABC Color ueber diesen Zacarias Clan ein bisschen nachgeforscht. Es stehen massig Artikel ueber die, und nahezu alle geben ein schlechtes Bild ueber die ab. So gut wie alle Familienmitglieder haben eine Planstelle bei Itaipu, dazu Buergermeisterposten in der Umgebung, in der Gobernacion und natuerlich in der Justiz. Totale Autokratie.
    Das ist nochmal eine ganze Ecke krasser als die krummen Dinge, die in Asuncion gedreht werden.

    Mir faellt ganz schwer zu glauben, dass die da alle demokratisch gewaehlt werden.

    1. Das ist die pure Amigowirtschaft und mit nichts zu rechtfertigen! Moral und Anstand tendieren gegen NULL! Wenigen gefällt es, weil sie die Nutznießer (Schmarotzer) an der Gesellschaft sind.

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