Der damalige Kampf gegen den Terror: Operation Condor

Unter dem Codenamen Operation Condor operierten in den 70er- und 80er-Jahren die Geheimdienste von sechs lateinamerikanischen Ländern. Mittlerweile kommen immer mehr Details über Verschwundene an das Tageslicht. Einige werden aber wohl nie identifiziert.

Argentinien, Chile,Paraguay, Uruguay, Bolivien und Brasilien, mit Unterstützung der Vereinigten Staaten, waren bei der Operation Condor involviert, mit dem Ziel, linke politische und oppositionelle Kräfte weltweit zu verfolgen und zu töten. Fast alle beteiligten Länder wurden zu Beginn der Geheimoperation von Militärdiktaturen oder rechtsautoritären Regimen regiert. Sie endete in den einzelnen Ländern jeweils spätestens mit deren Übergang zur Demokratie.

Die wirksame juristische Aufarbeitung dieser Verbrechen kam erst vor wenigen Jahren in Gang und dauert bis heute an.

Nun wurde ein drittes Opfer der Operation Condor identifiziert. Es ist der Argentinier José Augustin Potenza, der 1977 in Uruguay inhaftiert war.
Potenza wurde damals vorläufig festgenommen und verschwand dann urplötzlich auf mysteriöse Weise. Das war im Juni 1977. Am 19. März wurden seine sterblichen Überreste in einem Massengrab gefunden und danach von Spezialisten exhumiert. Es ist mittlerweile die dritte identifizierte Person aus den gefundenen Skelettresten. Erst vor Kurzem konnten die Knochenteile ebenfalls zwei weiteren Menschen zugeordnet werden.

Die Frau von Potenza, Rafaela Fillipazzi Giuliana, ist im Jahr 1977 von Agenten der paraguayischen Nationalpolizei im Rahmen der Operation Condor aus Uruguay entführt worden. Ihre sterblichen Überreste fand man 2009 ebenfalls in einem Massengrab.

Quelle: ABC Color

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