Baueranführer lebt wie ein König

Elvio Benitez, der eigentlich die Rechte der armen Landwirte verteidigen soll, führt diese aber anscheinend hinters Licht. Er soll noch nie eine Hacke oder Machete in der Hand gehaben, erzählen seien früheren Nachbarn.

Elvio Benitez ist kein Unbekannter. Sein Leben war immer durch Anstiftungen zur Gewalt gekennzeichnet. Sein Vorstrafenregister ist ellenlang. Trotzdem trumpfte er wieder nach dem Sieg von Fernando Lugo im Jahr 2008 auf und mischt auch jetzt kräftig mit.

Derzeit lockt Benitez seine Anhänger mit Versprechen, die unmöglich zu erfüllen sind und echte Lösungen behindern. In der Gegend von San Pedro bekommen Menschen 500.000 Guaranies versprochen, aber mit der Bedingung, dass sie an den Demonstrationen am 20. September teilnehmen.

Woher nimmt Benitez eigentlich das Geld für solche Vorhaben? Einer der befragten landlosen Bauern spekulierte, dass die Mittel sogar von den Entführungen der selbsternannten paraguayischen Volksarmee EPP stammen könnten. Denn eins ist klar. Die Finanzierung der Demonstrationen, mit Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung verschlingt Unsummen.

Benitez hat viel Landbesitz in Tava Guarani, San Pedro. Als Bauernanführer und Landrat von San Pedro sollte er eigentlich mit gutem Beispiel voran gehen und aktiv Landwirtschaft betreiben. Er aber vermietet seine Flächen an brasilianische Sojabauern und kassiert dafür hohe Summen. Des Weiteren nimmt Benitez 10 Millionen Guaranies pro Monat als Landrat ein. Insgesamt darf sein Monatseinkommen aber 20 Millionen GS. nicht überschreiten, in seiner politischen Funktion. Laut den Bewohnern von Santa Rosa del Aguaray führt Benitez das Leben eines Königs. Erst vor Kurzem hat er sich einen nagelneuen Toyota Van gekauft.

Kritiker äußerten ebenfalls die Spekulation, dass Benitez zwar ein Bauernführer wäre und normalerweise Millionen USD dafür erhält. Es soll aber nur ein kleiner Teil davon ausgeschüttet werden, der Rest verschwinde in dunklen Kanälen.

Quellen: ADN Paraguayo, ABC Color

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