Der Fall Atlántico Norte: Operationen in Paraguay und Europa gegen den Kokainschmuggel

Asunción: Beamte der Staatsanwaltschaft und des Senad führen gleichzeitig Razzien in Asunción, Mariano Roque Alonso und Limpio sowie in Europa im Rahmen des Falles Atlántico Norte durch.

In diesem Fall wird gegen den ehemaligen Sportchef Diego Benítez wegen der Lieferung von 16 Tonnen Kokain ermittelt, die im Februar 2021 in Deutschland beschlagnahmt wurden.

Die Razzien werden in den Unternehmen “Envases Paraguayos SRL” und “Pintura Tupa SRL” durchgeführt, die beide in der Stadt Limpio ansässig sind. Auch in anderen Büros, die mit Benítez in Verbindung stehen und sich in Asunción und Mariano Roque Alonso befinden, werden Interventionen durchgeführt. Die Staatsanwälte Elva Cáceres, Carlos Alcaraz, Lorena Ledesma, Fabiola Molas und Deny Yoon Pak sind für diese Vorgänge zuständig.

Die genannten Firmen stehen in Verbindung mit dem ehemaligen Klubchef von Olimpia, Diego Isaac Benítez Cañete, der seit März letzten Jahres auf der Flucht ist. Er hatte das Land am 8. März in Richtung Sao Paulo (Brasilien) verlassen, aber nach Informationen der Staatsanwaltschaft war sein endgültiges Ziel Dubai. Die Vorfinanzierung der beschlagnahmten Drogen umfasste ein Kapitalvolumen von weit über 110 Millionen US-Dollar, was Benítez selbst nicht angehäuft haben konnte.

Bei den Razzien in Asunción handelt es sich um Wohnungen in Gebäuden in Villa Morra, die auf den Namen von Diego Benítez lauten und ebenfalls beschlagnahmt werden können, um sie anschließend an das Nationale Sekretariat für beschlagnahmte und eingezogene Vermögenswerte (Senabico) zu übergeben.

Die Staatsanwältin der Spezialeinheit zur Bekämpfung des Drogenhandels, Elva Cáceres, ordnete am 10. März seine Verhaftung an. Daraufhin ordnete der Richter Gustavo Amarilla seine nationale und internationale Festnahme an.

Ein Jahr zuvor sagte Benítez bei der Staatsanwaltschaft aus, aber damals sah keiner die Fluchtgefahr und man ließ ihn weiter seine Sachen machen.

Benítez wird im Rahmen der Ermittlungen im Zusammenhang mit der Lieferung von 16,17 t Kokain aus Paraguay wegen internationalen Drogenhandels angeklagt. Die Drogen wurden am 12. Februar 2021 im Hamburger Hafen in Farbdosen beschlagnahmt. Zeitgleich beschlagnahmte man 7 t in Antwerpen, die ihm auch zugerechnet werden.

Internationale Zusammenarbeit

Im Anschluss an diese Beschlagnahme wurde mit internationaler Unterstützung des deutschen Zollkriminalamts (ZKA) und anderer europäischer Sicherheitsbehörden eine Untersuchung eingeleitet.

Parallel zu diesen Operationen in Paraguay werden auch in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Spanien gemeinsame Operationen gegen den internationalen Kokainhandel in Containern durchgeführt, bei denen bereits Sendungen, die Paraguay verlassen haben, beschlagnahmt wurden.

Die Verfahren, die in Paraguay und auf dem europäischen Kontinent durchgeführt werden, zielen darauf ab, die Logistik und den finanziellen Arm der kriminellen Strukturen zu zerschlagen, die von hier aus im Land operierten.

Es sei daran erinnert, dass der Senad und die Staatsanwaltschaft seit Monaten Razzien und Durchsuchungen im Rahmen der Operation Nordatlantik durchführen. Jeder einzelne von ihnen ist von großer Bedeutung für die Vertiefung der Ermittlungsaufgaben.

Wochenblatt / Abc Color

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