Der fehlende Regen verschlimmert das Szenario für die Soja

Asunción: Die starke Hitze der letzten Tage und die Wettervorhersagen, die keine nennenswerten Regenfälle ankündigen, beunruhigen die Bauern, die ihre frühen Sojabohnen bereits aufgrund von Dürren in verschiedenen Departements des Landes verloren haben.

„Die ersten Schätzungen der Sojaerträge in Caaguazú liegen bei etwa 500 bis 1.200 Kilogramm pro Hektar, die späten sind noch in einer unsicheren Lage. Die Vorhersagen sehen für die nächsten 10 Tage keinen ergiebigen Regen vor”, sagte Cristi Zorrilla, Präsident der landwirtschaftlichen Vereinigung von Paraguay (CAP) für die Region Caaguazú.

Julio Chilavert, Vertreter der CAP in San Pedro, erklärte, dass die Körner aufgrund ihres hohen Blattanteils an industrieller Qualität verlieren. „Leider hat die extreme Hitze die Körner beschädigt und die Qualität wird zur Erntezeit nicht gut sein. Wir sehen keine Lösung mehr und haben für dieses Jahr vielleicht alles verloren“, sagte er.

In diesem Zusammenhang berichtete Héctor Cristaldo von der Union der Produzenten (UGP), dass der Sojabohnensektor trotz der Covid-19-Pandemie, von der mehrere Wirtschaftssegmente betroffen gewesen seien, ein gutes Jahr abgeschlossen habe, aber das jetzt das Szenario für 2022 von Sorge und Unsicherheit geprägt sei. „2021 war ein gutes Jahr für die Produktion. Aus wirtschaftlicher Sicht war der Preisanstieg bei den Sojabohnen ein wichtiger Sauerstoff und eine Unterstützung, um die Situation der Pandemie zu lindern“, sagte er.

Cristaldo wies darauf hin, dass die Aussichten für 2022 durch das Niederschlagsdefizit erschwert werden. Er erklärte, dass die Sojabohnenernten bis November recht gut gelaufen seien und im Dezember der Niederschlagsmangel begonnen habe, also sei die Erwartung, in der Kampagne 2021/22 eine Produktion von mehr als 10 Millionen Tonnen zu erreichen, stark reduziert.

„Die negativen Auswirkungen sind besorgniserregend, sie werden sich auf die Wirtschaft auswirken“, sagte Cristaldo und stellte fest, dass es Parzellen gebe, die Verluste zwischen 50 % und 70 % der Ernte melden. Er erklärte auch, dass es Gebiete gebe, in denen die Niederschlagsmenge zwischen 40 mm und 50 Millimeter betragen habe, aber das reiche bei Weitem nicht aus.

Unterdessen erklärten die Maisbauern in Caaguazú, dass der Regenmangel die ordnungsgemäße Entwicklung ihrer Pflanzen beeinträchtigt. „Wir sind besorgt über den endgültigen Ertrag. Hoffentlich wird es Regen geben, der die Ernte unterstützt”, sagte Ramón González, ein Bauer aus San Joaquín, Caaguazú. Der Ingenieur Manuel Ocampo seinerseits erklärte, dass die Maisernte Mitte Januar stattfinden werde und das jetzige Wetter entscheidend sei, um die endgültigen Erträge zu definieren.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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4 Kommentare zu “Der fehlende Regen verschlimmert das Szenario für die Soja

  1. Se**ion ID 05a56ad3bc21c8a3332520ef04e41f5f358d068abef7c8156d3fa3f514447bd510

    Im vorigen Artikel gab es ja einen massiven Regen der sogar den Praesidentenpalast beschaedigte!
    Sicherlich kommt in der naechsten Zeitungsente Abdos Verkuendigung von einer “Rekordernte” so wie ja 2020 mitten in der groessten Duerre behauptet wurde.
    Also Duerre bzw fehlender Regen gehen garnicht gemeinsam mit Rekordernten.
    Auch im Chaco vertrocknen so langsam die frueh gesaeten Felder…
    Obzwar ich nicht genau weiss ob der Chaco ein schlechteres Siedlungsgebiet als Ostpreussen waere denn in Niederpreussen soll es im Jahresdurchschnitt etwa 7 Grad Celsius sein und nur 700 mm Regen im Jahr fallen. Das ist sogar weniger Regen als traditionell im Chaco mit seinen 800 mm. Etwa das Klima herrscht z.B. auch in Lettland vor. Angeblich haben die 3 baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen seit der Ausmerzung der deutschen Ostpreussen eine schwindende Geburtenrate und die hoechste Selbstmordrate der Welt. Der Russe hat diesen Leuten wohl nicht so gut bekommen wie der protestantische Ostpreusse. Die Polen waren auch staendige Zaenker in der Zone und schafften es sogar die Masuren, ihre eigenen Volksgenossen, zu vertreiben als diese evangelisch wurden. Niemand wollte was mit den katholischen Polen zu tun haben so zogen viele Voelker nach Ostpreussen um da in Sicherheit zu leben. Ostpreussen war damals dasselbe wie die USA von heute und zwar ein reiner Einwanderungsstaat von vor allem verfolgten Protestanten. Ostpreussen war der erste evangelische Staat ueberhaupt in der Welt und wohl auch der einzige. Klar wollte man diesen irgendwann los werden und am besten lieber heute als morgen unter die Erde bringen.
    Ein Prachtexemplar der Nachfahren der Masuren ist also “Nick”. Also wenn die Masuren die Polinnen auch so nachstellten wie der konfirmierte Nick dann kein wunder dass die Polaken sauer wurden. Nick muss evangelisch konfirmiert sein denn die Masuren waren Protestanten, sprachen einen polnischen Dialekt aber zaehlten sich nicht zu den katholischen Polen.
    Sollen die doch weiter vom Russen beherrscht werden wenn sie so fleissig dabei waren den preussischen Staat kalt zu machen.
    Preussen hat sich rum 1700 mal von der Vorherrschaft Polens losgesagt weil die Polen die heidnischen Krim Tataren und andere islamische Heiden aus Russland ins masurische Gebiet brachten um da alles zu verwuesten und es den Masuren zu zeigen wie der Tange geht – Leute wurden umgebracht und Ortschaften niedergebrannt. Das war denen genug und man machte den Alten Fritz zum Koenig und wollte nichts mehr mit den katholischen Polen zu tun haben.
    Am Ende kreidete man den Ostpreussen 1945 noch Kriegstreiberei an und zerstoerte jahrhundertealte Kultur.
    Nick, sicherlich kannst du das untere Gedicht nicht mehr verstehen dieweil du ja eventuell nur das Masurische zu hoehren bekamst.
    Erminia von Olfer-Batocki (1876-1954)
    im Natangener Niederpreussisch
    “Ek häbb e kleen Perdke, ek häbb ok e Pitsch,
    Un e jrinlachtje Schleede, jewt dat e Jejlitsch!
    Erscht Schnee is jefalle, rasch, Schimmelke vör!
    Nu foahre wi Schleede, de kriez un de quer!
    De Mitz uppe Kopp un de Feet mangket Stroh,
    Fief Klingere am Schleede, dat bimmelt man so!
    De Pitsch inner Fust un de Lien inne Händ,
    Klinglustig! Doa kome de Kinder jerennt.
    Un jederer schorrt, dat he upspringe kann!
    He, Junges! Marjelles! Nu kick eener an!
    Min Schemmel jait lustig met „Hussa“ un „Hopp!“
    Juch! Schneeballkes suse em äwere Kopp.
    Nu lustig, ju Kinder, inne Schleede krupt rin,
    To Gast kimmt de Winder, dem klingre wi in.”
    Die heutigen Mennoniten werden noch die fast deckungsgleiche Aussprache und Lesung bemerken. Nur ist das Niederpreussische der Ostpreussen auf weit hoeherem literarischem Niveau als das Vokabular und Sprechweise der heutigen Mennoniten da die Mennoniten keine Akademiker noch Literaten sind sondern “Maker” und praktische Leute die eher angst vor Texten haben (wie heute mittlerweile die Deutschen anscheinend auch) und lieber ein Traktorsteuer in der Hand haben als im Kladden vom Luther zu lesen.
    Man kann noch das Erhabene und Gehobene im klassischen Niederpreussisch direkt heraushoeren die auch einen viel reicheren Wortschatz offensichtlich hatten als das Niederpreussisch was heute noch gesprochen wird wo wie beim heutigen Englisch viele Satzformulierungen, Tempi und Deklinationen durch “Sein” und “Haben” ersetzt wurden.

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    1. “Viel Feind, viel Ehr” sagt man. Ich weiß nicht ob ich viel Feind habe, ich denke und hoffe mal nicht, aber wenigstens habe ich den Kuno, der mir Ehre bereitet.
      Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr, Kuno. Gesundheit und vor allem wünsche ich Dir, dass Du mal wieder geliebt wirst. Ich habe das Gefühl, dass deine ständige schlechte Laune auf diesen Mangel zurückzuführen ist.
      .
      Allen anderen Kommentatoren und dem Team vom Wochenblatt wünsche ich selbstverständlich das Selbe.

    2. PS: Masurisch verstehe ich tatsächlich nicht. Ich weiß nicht, ob meine Großeltern es verstanden, aber auch sie sprachen nahezu Hoch-Deutsch, mit ein wenig Oldenburger-Platt, weil sie nach ihrer Flucht aus Ostpreussen im Oldenburger Raum lebten.
      Und ja, ich empfinde die Polinnen (und auch die Ukrainerinnen und Moldauerinnen) im Durchschnitt als schöner und femininer als die modernen deutschen Frauen. Ob das ein Grund für die männlichen Polen darstellt auf mich sauer zu sein, kann ich nicht beurteilen.

      1. Se**ion ID 05a56ad3bc21c8a3332520ef04e41f5f358d068abef7c8156d3fa3f514447bd510

        Ja ich hab mir das mit dem Masurischen unterstanden. Um Pfarrer zu werden in Masuren, (die Masuren waren Lutheraner) so musste man noch vor dem 1. Weltkrieg in der Uni von Koenigsberg polnisch koennen. Allerdings wurden die Masuren ab 1870 deutlich “ins Deutschtum” getrieben von den deutschen Landesherren. Man war ja dann kaiserlich geworden und meinte was zu sein. Daher erlosch das Masurische mit der Zeit und zum grossen Teil war die Assimilation 1945 fast vollstaendig gelungen. Die NSDAP bekam gerade in Masuren die hoechste Stimmenzahl vom ganzen Reich bei den Wahlen.
        Mennonitische Familiennamen die auf “ky” enden stammen sicherlich aus Masuren. Wie Sawatzky, Broesky, Schampansky, etc.
        Die Polen sind der alte Stamm der Polanen. Diese Polanen gerade vertrieben und exterminierten die Staemme der alten Prussen. Es war nicht so sehr der Deutschritterorden der die Prussen vertilgte sondern es waren die Polanen. Das eigentlich Stammgebiet der Polanen ist die Zone um Warschau. Eigentlich war nur das heutige Zentralpolen polnisch – der Rest, wie der Guertel im Osten Deutschlands, Keniksberga (heutige Kaliningrad), Westpommern und Pommern sowie teile Litauens am Haff dazu noch die Provinz Ermland-Masuren Polens, waren immer in deutscher Hand.
        Polen saehe heute aus wie eine Zwiebel deren Lauch als Zugang zur Ostsee dient wenn man die Urgebiete Polens als eigentliche Republik Polen ansehen wuerde.
        Man bedenke aber, Polen ist sogar Flaechenmaessig in seiner heutigen Dimension kleiner als Paraguay – trotz all der geschenkten Gebiete Preussens.

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