Der ganze Chaco könnte sich verändern

Filadelfia: 1983 gab es ein ähnliches Hochwasser am Pilcomayo Fluss. Dabei änderte die Flut die Geographie von Formosa und dem angrenzenden Teil von Paraguay.

Im Zuge dessen kam es zum Bau von Kanälen und dem “Pantalón Projekt“, bei dem verschiedene Wasserläufe in Paraguay und Argentinien entstanden.

Luis Maria de la Cruz, Mitglied von der Pilcomayo Kommission Gran Chaco-Prodapt für Hochwasseralarm, wies aber darauf hin, dass es schwierig sei, die gegenwärtige Flut mit der von 1983 zu vergleichen. Damals gab es keine Aufzeichnungsgeräte wie heute, es gab kein Netz an hydrometrischen Stationen, nur eine in Villa Montes und das war zu wenig, um Daten zu sammeln und auszuwerten.

Aktuell führte das Hochwasser im oberen Becken vom Pilcomayo zu einem Pegel von sieben Meter, was zu Dammbrüchen und Überläufen führte. Wasser aus dem unteren Becken von Bolivien, Argentinien und Paraguay drang in Wälder und Steppen ein. Der Pilcomayo Fluss veränderte seine Struktur.
In zwei Zyklen entwickelte der Fluss wenig Kraft, nun aber breitet er sich wieder mehr und mehr aus.

„Heute haben wir einen Fluss, der von Villa Montes bis Misión La Paz-Pozo Hondo sehr breit ist, an einigen Stellen bis 3.000 Meter und sehr flach. Er verliert seine Tiefe und Geschwindigkeit, aber erzeugt Überschwemmungsflächen“, sagte de la Cruz. Das verursacht große Schäden, mit der Gefahr einer geographischen Veränderung in der Region, wie in den 80er Jahren. Dabei kam es zu Evakuierungen vieler Standorte und der Verlagerung von Bevölkerungen.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Der ganze Chaco könnte sich verändern

  1. Das wussten schon die Alten Griechen, dass sich der Chaco eines Tages verändern wird, weil da im Chaco alles aus so ganz winzig kleinen unteilbaren Dingsbums bestehen muss.

    1. Lange her und erst noch an einem ganz anderen Ort. Aber ein Zusammenhang muss ja bestehen, und wenn es nur auf der Basis der kleinsten Dinge ist.
      (Au wei! Mehr spinnen geht nicht!).