Der Grundsteuer Schock

Nach einem Bericht des Nationalen Kataster Amtes (SNC) sind nach der Umsetzung des neuen Gesetzes bei der Grundsteuer die Einnahmen deutlich gestiegen.

Insgesamt 192 Gemeinden, das sind 77% der Gesamtzahl, haben an das Finanzministerium mehr als 593 Millionen Guaranies überwiesen. Der Umsatz lag bei 1.967.000 Guaranies, etwa 70% der Einnahmen dürfen jedoch die Gemeindeverwaltungen einbehalten. Dies soll dazu dienen, einkommensschwache Regionen in ländlichen Gebieten zu mehr Einnahmen zu verhelfen. Letztes Jahr im Oktober wurde die Grundsteuerreform beschlossen, teilweise können die Gebühren um bis zu 400% steigen. Das hängt von der Produktionskapazität der Fläche ab und ob das Grundstück an unbefestigten oder Asphaltstraßen liegt. Einige Gemeinden berichteten, dass Besitzer großer Flächen einen gewissen Widerstand ausüben würden.

In Paso Yobai, Departement Guairá, müssen nun für ein Hektar Fläche an der Pflasterstraße mehr als 100.000 Tausend Guaranies bezahlt werden, inklusive aller Gebühren. Letztes Jahr betrug die Summe noch 38.000 Gs. Wer mehr als einhundert Hektar oder mehr besitzt sollte sich auf eine hohe Summe einstellen. Das neue Steuergesetz unterscheidet Immobilien nach vier ländlichen Sektoren und wird, unter anderem, nach dem Produktionspotential des Bodens berechnet und auch nach der infrastrukturellen Lage.

Quellen: Ultima Hora und eigene